Geld abheben in Deutschland und im Ausland
Geld abheben am Geldautomaten:
Auch wenn es heutzutage fast überall möglich ist, bargeldlos zu zahlen, sei es in Geschäften oder im Auslandsurlaub, benötigt man oft einfach noch Bargeld. Will man dann am Geldautomaten Geld abheben, sollte dies natürlich kostenlos sein.
Viele Banken haben jedoch nur eine geringe Anzahl an Filialen und Geldautomaten, so dass beim Geldabheben an fremden Automaten eine hohe Gebühr anfällt. Zwar zeigen Banken seit Anfang 2011 die Gebührenhöhe für Fremdabhebungen am Automaten an. Hebt man dann das Geld tatsächlich ab, fallen generell Gebühren ab 1,95 bis ca. 4 Euro an.
Wir empfehlen: Entscheiden Sie sich für eine Bank mit Zugang zu einem dichten Netz an Geldautomaten. Nur so haben Sie bei Bedarf die Möglichkeit, am Geldautomaten in der Nähe gebührenfrei Geld abzuheben.
Einen umfangreichen Kontovergleich nach Kosten und Leistungen ermöglicht Ihnen der Girokonto Vergleich.
Geldautomaten in Deutschland - Cash Group
Die Cash Group ist ein Geldautomaten-Zusammenschluss verschiedener großer Banken, die es ermöglichen, dass Kunden an allen Banken der Cash Group kostenlos Bargeld am Geldautomaten abheben können.
Zusammen stellen diese Geldinstitute etwa 9.000 Geldautomaten in ganz Deutschland zur Verfügung, so dass immer ein Geldautomat in der Nähe sein dürfte. Im Rahmen der Cash Group können Sie wie gewohnt Geld mit der EC-Karte abheben und zahlen dafür keinerlei Gebühren, auch wenn Sie bei der Bank kein Kunde sind.
Sie haben außerdem die Möglichkeit, kostenfrei an 1.300 Shell-Tankstellen Bargeld abzuheben und das auch, wenn Sie nicht tanken.
Das Cash Group-Logo auf den Geldautomaten erleichtert es Ihnen zu erkennen, ob eine Bank in der Cash Group ist, so dass Sie sich nicht jedes Mitglied merken müssen. Mit der Möglichkeit, an über 10.000 Stellen deutschlandweit kostenlos Geld abzuheben, bietet der Bankenverbund Cash Group ein sehr dichtes Standort-Netz in Deutschland.
Zur Cash Group gehören momentan folgende Banken (inklusive deren Tochterunternehmen):
| Commerzbank | Norisbank | comdirect | Deutsche Bank | DAB |
| HypoVereinsbank | Postbank | Bankhaus Neelmeyer | UniCredit Bank | Berliner Bank |
Geldautomaten in Deutschland - CashPool
Im CashPool haben sich 9 Banken zusammengeschlossen, um Kunden aller Mitglieder-Banken die Möglichkeit zu geben, kostenlos an den Geldautomaten Geld abzuheben. Damit stehen insgesamt 2.500 Geldautomaten in ganz Deutschland zur Verfügung.
Vor allem für Kunden kleinerer Mitglieds-Banken bietet der CashPool eine gute Möglichkeit, gebührenfrei an Bargeld zu kommen, da diese sonst eher wenige Standorte haben. Will man ganz auf Nummer sicher gehen, kann man vorab auf der Internetseite des CashPools nachsehen, wo sich ein Geldautomat in der näheren Umgebung befindet.
Folgende Banken sind aktuell Mitglied im CashPool:
| BBBank | Degussa Bank | National-Bank | Santander Bank | Santander Consumer Bank |
| Sparda Banken | Südwest Bank | TARGOBANK | Wüstenrot |
Sparkassen
Die Sparkasse gehört keinem Zusammenschluss von Banken an. Doch als eines der größten Kreditinstitute Deutschlands bietet es Kunden die Möglichkeit, an 25.000 Geldautomaten kostenlos Bargeld abzuheben. Dies geschieht unabhängig davon, in welcher Stadt Sie leben. Zwar sind Sie als Kunde Mitglied der Sparkasse einer bestimmten Stadt oder Region (die der Träger der jeweiligen Niederlassung ist) und erledigen Ihre Bankgeschäfte direkt in Ihrer Filiale.
Beim Bargeldabheben sind Sie aber unabhängig davon und können in ganz Deutschland kostenlos Bargeld an allen Sparkassenautomaten abheben. Die Dichte an Automaten ist sehr hoch, so dass kaum die Gefahr besteht, dass Sie für teures Geld an einem fremden Automaten Geld abheben müssen.
Als Kunde einer anderen Bank sollten Sie allerdings darauf verzichten, bei einem Sparkassenautomaten Bargeld abzuheben. Dies kostet mindestens ca. 4 Euro und kann bis zu 7 Euro hinaufgehen.
Volksbanken
Die VR-Bank ist eine Genossenschaftsbank. Diese ermöglicht ein großes Netz an Standorten. So können Sie an insgesamt 19.000 Automaten der Volksbanken und Raiffeisenbanken kostenlos Geld abheben, insofern sie zum BankCard Servicenetz gehören.
Ein Filialfinder ermöglicht es Ihnen, einfach und schnell einen Überblick über die Standorte zu des BankCard Servicenetz zu erhalten.
Allerdings kann es vorkommen, dass kleinere Banken nicht im Servicenetz sind und die Bargeldabhebung deshalb nicht gebührenfrei ist. Dies ist jedoch die Ausnahme. Manche dieser Banken sind dafür allerdings Mitglied im CashPool. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass in fast allen Geschäftsstellen eine kostenlose Bargeldabhebung möglich ist.
Supermärkte: Penny und Rewe
Sollte einmal kein Geldautomat in der Nähe sein, kann man in Supermarktfilialen von Penny und Rewe Geld abheben.
Dies ist allerdings mit gewissen Konditionen verbunden. Zwar gilt hier keine Einschränkung darüber, bei welcher Bank man Kunde ist, allerdings verlangt Rewe einen Mindesteinkaufswert von 20, Penny von 25 Euro. Erst wenn man für diesen Betrag einkauft, kann man zusätzlich einen Bargeldbetrag bis zu 200 Euro erhalten. Hierfür fallen keine Gebühren an.
Das Angebot lohnt sich daher nur, wenn man sowieso vorhatte, einen Einkauf zu tätigen. Im Gegensatz dazu muss bei Shell-Tankstellen kein Umsatz gemacht werden. Das Angebot gilt dafür allerdings nur für Cash Group-Kunden.
Geld abheben im Ausland
Wer im Ausland Geld abheben möchte, wird irgendwann erkennen, dass er manchmal mit seiner Girokarte bzw. EC-Karte schnell nicht mehr weiter kommt. Viele Bankinstitute schränken das Bezahlen mit Karte im Ausland aus Sicherheitsgründen ein.
Als wirksame Alternative hat sich die Kreditkarte etabliert. Zahlreiche Verfügungsstellen weltweit und nicht zuletzt immer günstigere Kreditkarten machen die Kreditkarte zu einer guten Alternative, um Geld abzuheben. Wer mit der Kreditkarte Geld abheben möchte, kann dies zwar auch im Innland tun, jedoch ist es vor allem beim Auslandsaufenthalt interessant.
Visa Kreditkarte
Die VISA-Card Kreditkarte ist eine der am meisten akzeptierten Kreditkarten weltweit.
Wenn Sie Bargeld benötigen, können Sie mit Ihrer Visa-Card an 50.000 Geldautomaten in Deutschland und über einer Million Geldautomaten im Ausland Geld abheben. Sie bekommen Ihre Kreditkarte direkt über die jeweilige Bank, bei der Sie Mitglied sind. Aus diesem Grund gelten hier keine allgemeinen Konditionen.
In der Regel ist es jedoch nicht möglich, gebührenfrei Bargeld mit Ihrer Visakarte abzuheben. Meistens werden bis zu 5% des Betrags erhoben, manchmal fällt auch eine Pauschalgebühr an.
Die einzigen Visakarten, die es momentan (Stand März 2011) ermöglichen, kostenfrei Bargeld abzuheben, ist zum einen die Visa-Card der DKB. Mit ihr kann man im Rahmen des DKB-Cash weltweit kostenlos Bargeld abheben. Auch mit der Barclaycard New Visa ist dies möglich, jedoch fallen außerhalb der Eurozone Auslandseinsatzgebühren an. Bei allen anderen Anbietern gilt es, sich ausreichend über anfallende Gebühren zu informieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Mastercard Kreditkarte
Auch bei der Mastercard gilt: sie wird nicht von einer zentralen Stelle, sondern vom Bankinstitut Ihrer Wahl herausgegeben. Die Konditionen und Preise können daher stark variieren.
Die Akzeptanz von Mastercards ist weltweit in etwa genauso hoch wie die von Visakarten. Sie dürften also auch an Geldautomaten keine Probleme haben, Bargeld mit der Mastercard abzuheben.
Kostenlos weltweit Bargeld abheben können Sie mit der Barclaycard Green MasterCard und mit der Mastercard der netbank. Letztere bekommen Sie nur bei Abschluss eines Girokontos.
Auch hier ist zu beachten, dass Konditionen sich ändern können. Es ist daher immer ratsam, die Preise auf den jeweiligen Internetseiten zu überprüfen und auch bei anderen Anbietern auf anfallende Kosten für Bargeldabhebungen zu achten.
American Express
Die Amex-Card hebt gewisse Ansprüche an Kunden. So muss man beispielsweise über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, selbst bei der BlueCard, die als Einstiegskarte bezeichnet wird.
Mit der American Express-Karte kann man leider nicht gebührenfrei Bargeld abheben. Möchte man dennoch die Möglichkeit haben, Bargeld zu beziehen, muss man diese Funktion zunächst freischalten lassen. Anschließend fallen (bei der BlueCard) 3% des Bargeldumsatzes an, in Ländern außerhalb der Eurozone nochmals 2% Auslandseinsatzgebühr, mindestens aber 2,50 Euro. Man darf außerdem nur alle sieben Tage 700 Euro abheben.
Die Kreditkarte ist daher nur bedingt zum Bargeldabheben geeignet und empfiehlt sich eher für den bargeldlosen Transfer.
Diners Club
Die älteste Kreditkarte bietet nicht so viele Akzeptanzstellen wie ihre Konkurrenten, auch Bargeldabhebungen sind „nur“ an etwa 650.000 Stellen weltweit möglich.
Die Karte besitzt hohe Exklusivität und Prestige. Sie wird hauptsächlich zum bargeldlosen Transfer genutzt. Eine Bargeldabhebung ist nur bis zu einer Höhe von 2000 Euro im Monat möglich. Es fallen 3% des Wertes an Gebühren an, sowie zusätzlich 1 bis 1,5% außerhalb der Euro-Länder. Auch die Diners Club-Kreditkarte bietet sich eher für den bargeldlosen Umsatz an als für Barabhebungen.
Kreditkarten mit der Möglichkeit weltweit Bargeld abzuheben finden Sie im großen Kreditkarten Vergleich.
Maestro-Karte / ec-Karte
Maestro-Karten (bzw. ec-Karten) müssen nicht überall akzeptiert werden. Banken wie die Deutsche Bank und Norisbank sperren die Karten für den Auslandsaufenthalt komplett. Andere tun dies nur, wenn der Reisende Europa verlässt oder wenn ein bestimmtes Limit für Bargeldabhebungen überschritten wird. Bei den meisten Banken besteht jedoch die Möglichkeit, diese Sperre aufheben zu lassen, im Zweifelsfall sogar vor Ort. Es empfiehlt sich daher, sich vorher eine Kontaktnummer zu notieren.
Bei einigen Anbietern von ec-Karten, wie Sparkassen, HypoVereinsbank, Targobank oder PSD Bank können Kunden wie gewohnt auch im außer-europäischen Ausland zahlen.
V Pay
Statt dem bekannten Maestro-Logo sieht man jetzt des öfteren das sogenannte V-Pay-Zeichen auf ec-Karten, beispielsweise bei Volks- und Raiffeisenbanken oder der Postbank. Dieses Zeichen gehört zu VISA. Die Karte ist mit einem Chip ausgestattet statt mit einem Magnetstreifen (wie bei Maestro). Dies soll die Geldkarte sicherer machen. Die Karte ist in vielen Ländern Europas einsetzbar. Außerhalb Europas wird der neue Chip auf der ec-Karte nur selten akzeptiert, ebenso wie in osteuropäischen Ländern. Hier ist die gängige Maestro-Karte und die Kreditkarte einzusetzen.
Sonstige Zahlungsmöglichkeiten
Neben ec- und Kreditkarten rückt auch das sogenannte Handy-Payment bzw. Mobile Payment immer weiter in den Fokus. Leider hat sich diese Zahlungsweise bisher nicht richtig durchgesetzt, da die Umsetzung teils zu kompliziert ist.
Man kann die Funktionen des Mobile-Payments hauptsächlich beim Bezahlen kleinerer Beträge nutzen. So bietet beispielsweise die Post den Kauf von Briefmarken übers Handy an oder regionale Verkehrsunternehmen den Verkauf von Fahrkarten. In der Regel muss man sich jedoch vorab für ein bestimmtes System registrieren. Es ist fraglich, ob und wann sich das System durchsetzt.
Stand: 06.09.2011
