Kosten & Gebühren bei Depotbanken

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Eine gute Depotbank ist das A und O für den erfolgreichen Handel mit Wertpapieren. Bei der Wahl deiner Bank oder deines Online-Brokers solltest du vor allem auf die Gebühren achten, denn die können deine Rendite erheblich schmälern. In diesem Ratgeber erklären wir dir, welche Gebühren Depotbanken erheben können und geben dir Tipps, wie du deine Kosten möglichst niedrig halten kannst.

Tipp 1: Achte auf eine kostenlose Depotführung

Depotführungsgebühren zu zahlen, ist unnötig. Du solltest unbedingt darauf verzichten. Zum Glück geht das ganz einfach, denn die meisten Online-Broker bieten ihre Depots mittlerweile ohne Grundgebühr an. Einige Anbieter knüpfen die kostenlose Depotführung allerdings an Bedingungen. Meist geht es darum, eine Mindestanzahl an Trades oder ein Mindestordervolumen pro Jahr zu erreichen, damit du nichts zahlen musst.

Achte bei der Wahl deines Anbieters also darauf, dass die Depotführung bedingungslos kostenlos ist. Wenn du bereits ein gebührenpflichtiges Depot eröffnet hast, solltest du wechseln. Bei den meisten Anbietern ist der Übertrag kostenlos und unkompliziert online durchführbar.    

Du hast noch kein Depot? Jetzt eröffnen!

Die Depoteröffnung ist heute bei den meisten Online-Brokern und Banken ganz einfach online möglich. Wenn du genauer wissen möchtest, wie der Antragsprozess funktioniert, kannst du in unserem Ratgeber zur Depoteröffnung weiterlesen.

Willst du dir einen Überblick über die günstigsten Konditionen beliebter Anbieter im Wertpapierbereich verschaffen, lohnt sich direkt ein Blick in unseren Depotvergleich.

Kostenpunkt Verrechnungskonto?

In der Regel erhältst du bei Depotabschluss automatisch dein kostenloses Verrechnungskonto dazu. Manchmal kannst du allerdings selbst bestimmen, welches Konto dir zur Verrechnung dienen soll. Achte in diesem Fall darauf, dass du keine Kontoführungsgebühren für das gewählte Konto zahlen musst.

Tipp 2: Bei Orderkosten lohnt sich ein Festpreis

Beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren entstehen Gebühren, die du als Anleger:in tragen musst. Die sogenannten Orderkosten zahlst du dafür, dass deine Bank oder dein Online-Broker die Wertpapiertransaktion durchführt.

Bei den meisten Depotbanken ist die Höhe der Orderkosten abhängig von deinem Ordervolumen, also der Höhe der Order. Je größer dein Volumen, desto höher die Gebühren. Wenn du also nicht aufpasst, liegen deine Gesamtkosten bei entsprechendem Volumen schnell bei 50 Euro pro Order oder mehr.

Börsengebühren fallen zusätzlich an

Zusätzlich zu den Gebühren des Online Brokers fallen meist noch Fremdgebühren an. Dazu gehören beispielsweise das Handelsplatzentgelt oder Fremdwährungsgebühren bei Trades an ausländischen Börsen. Willst du mehr zum Thema wissen? In unserem Ratgeber Börsengebühren findest du die Details.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, diese Kosten niedrig zu halten. Manche Online-Broker deckeln die Ordergebühren zum Beispiel. Ist das der Fall, bleibt die Gebühr ab einem bestimmten Ordervolumen immer gleich. Andere gewähren bei höheren Ordervolumina niedrigere Kosten je Order.

Am günstigsten handelst du in der Regel, wenn dein Online-Broker einen Orderfestpreis bzw. eine Orderflat anbietet. In diesem Fall zahlst du nämlich immer denselben Preis, egal, wie hoch dein Ordervolumen ist. Bei Smartbroker beispielsweise entfallen die Ordergebühren ab einem Volumen von 500 Euro sogar ganz, und du kannst für 0 Euro handeln.

Depot

0 €

Depotführungsgebühr

ab 0 €

Ordergebühr

604 Stück

ETF-Sparpläne

Tipp 3: Fonds werden oft ohne Ausgabeaufschlag angeboten

Gehörst du zu den Anleger:innen, die das Verlustrisiko niedrig halten wollen und eher langfristig orientiert sind, dann sind für dich vermutlich Fonds ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl deines Depots. Auch der Fondskauf kann mit verschiedenen Gebühren verbunden sein. In der Kennzahl TER (Total Expense Ratio) sind Managementgebühr, Depotbankgebühr und sonstige Betriebskosten inkludiert.

Für dich ist vor allem der Ausgabeaufschlag wichtig. Diese Gebühr ist im Prinzip die Verkaufsprovision für die Bank oder den Fondsvermittler, bei dem du den Auftrag zum Kauf gegeben hast. Sie kann oftmals bis zu 5 Prozent des Kaufpreises betragen.

Rechenbeispiele zu einem Ausgabeaufschlag von 5 %

Bei einem Fonds, der einen Rückkaufwert von 100 Euro hat, musst du 105 Euro bezahlen, wenn der Ausgabeaufschlag 5 Prozent beträgt. Nur 100 Euro werden tatsächlich angelegt. Bei einer 10.000-Euro-Order schlagen die 5 Prozent schon mit 500 Euro zu Buche. Du musst also 10.500 Euro bezahlen, damit tatsächlich auch 10.000 Euro angelegt werden.

Fondsgesellschaften geben für ihre Fonds einen maximalen Ausgabeaufschlag an. Online-Broker und Banken haben jedoch die Möglichkeit, dir einen Rabatt zu gewähren. Willst du in Fonds investieren, halte also unbedingt Ausschau nach Anbietern, die einen verringerten oder gar keinen Ausgabeaufschlag verlangen.

Tipp 4: Sparpläne gibt es ohne Ausführungsgebühr und mit niedriger Mindestsparrate

Sparpläne eignen sich vor allem für dich, wenn du langfristig anlegen und gleichzeitig Vermögen aufbauen willst. Im Angebot stehen in der Regel Aktien-, Fonds- und ETF-Sparpläne. Hast du einen kleinen Geldbeutel, solltest du auf die Mindestsparrate achten. Die ist bei den meisten Brokern mittlerweile recht niedrig angelegt: Oft kannst du deinen Sparplan schon ab 25 Euro pro Monat besparen. Viele Broker bieten die Sparplanausführungen oft ohne Gebühr an. Auch hier kannst du also Kosten sparen.

Informiere dich neben den Gebühren und der Mindestsparrate auch über die Flexibilität deines Sparplans: Falls du ihn einmal nicht bedienen kannst, ist es wichtig, dass du die Rate aussetzen kannst. Außerdem sollte sich die Rate flexibel nach oben oder unten anpassen lassen.

Diese Kosten können außerdem anfallen

Limits: Das Setzen, Ändern und Streichen von Limits gehört mittlerweile zum Standard. In der Regel zahlst du dafür keine Gebühren.

Teilausführungen: Steht der Nachfrage nach einem Wertpapier kein ausreichendes Angebot gegenüber oder ändert sich der Preis des nachgefragten Wertes in der Zwischenzeit, kommt es zu Teilausführungen. Der Auftrag wird dann in Teilen ausgeführt. Dies kann unter Umständen höhere Kosten verursachen.

Die meisten Online Broker verlangen Gebühren je Teilausführung. Als Grund wird meist der erhöhte Aufwand für den Broker angegeben. Manche Anbieter deckeln ihre Kosten aber mittlerweile: So verlangen einige Broker bei Teilausführungen innerhalb eines Tages keine Zusatzkosten. An einigen Börsenplätzen werden zudem keine Teilausführungen unter einem Volumen von 10.000 Euro getätigt.

Teilausführungen kannst du leider nicht verhindern. Deswegen solltest du dich genau bei deinem Broker oder deiner Bank bezüglich der Kosten informieren.

Telefonische Orders: Beim Handel via Telefon verlangen Online-Broker und Banken in den meisten Fällen eine zusätzliche Gebühr. 15 Euro oder mehr sind dafür keine Seltenheit. Am besten verzichtest du also auf den telefonischen Auftrag und setzt deine Order via Mausklick.

Fazit: Gut informiert kannst du günstig handeln

Die Gebührenstruktur vieler Online Broker ist komplex. Bevor du dich für ein Depot entscheidest, solltest du also unbedingt einen Blick in das Preis-/Leistungsverzeichnis deines favorisierten Brokers werfen. Kannst du hinter die oben genannten Punkte einen Haken setzen, hast du vermutlich eine gute Wahl getroffen und kannst mit geringem Kostenaufwand handeln.

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Saskia ist promovierte Germanistin und arbeitet seit 2017 im Finanzbereich. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich Wertpapierdepot sowie bei Unfall- und Sterbegeldversicherung.
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