WG-Konto: Finanzieller Überblick für alle WG-Mitglieder

Mitbewohner in einer WG haben neben der Miete meistens noch weitere gemeinsame Ausgaben: Putzutensilien zum Beispiel, oder die Reparatur der kaputten Waschmaschine. Um da den Überblick zu behalten, bietet sich ein gemeinsames Konto an. Ein Gemeinschaftskonto als WG-Konto ist da die Lösung.

WG-Konto: Welche Bank ist die richtige?

Viele Banken bieten ihre herkömmlichen Girokonten auch als Gemeinschaftskonto an, die Konditionen bleiben dabei oft gleich. Bevor Sich sich als Wohngemeinschaft für ein Konto entscheiden, sollten Sie zunächst unbedingt die aktuellen Angebote der Banken prüfen und miteinander vergleichen. Ein wichtiges Vergleichskriterium ist dabei für viele, ob das WG-Konto kostenlos ist oder ob eine Kontoführungsgebühr anfällt. Bei einigen Banken wird eine monatliche Gebühr fällig, bei anderen nicht – welches Kontomodell für Ihre Wohngemeinschaft am besten ist, hängt allerdings immer von den individuellen Wünschen ab.

Top 3 Gemeinschaftskonten im Vergleich:

DKB-Cash

Kontogebühr

0 €

Giro- und Kreditkarten

je 2 x 0 €

Vorteil

weltweit kostenlos Bargeld abheben

 

Girokonto

Kontogebühr

0 €

Giro- und Kreditkarten

je 2 x 0 €

Kreditkarten

100 € Bonus

Girokonto

Kontogebühr

0 €

Giro- und Kreditkarten

je 2 x 0 €

Vorteil

50 € Bonus

Mit Gemeinschaftskonto WG-Leben vereinfachen – die Vorteile:

Leben mehrere Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammen, müssen alle Dinge, die das alltägliche Leben betreffen, mit jedem Bewohner klar kommuniziert und abgeklärt werden. Je mehr Menschen in einer WG zusammenleben, desto anstrengender kann das sein. Ein WG-Konto vereinfacht dabei finanzielle Vorgänge immens:

  • alle Bewohner haben Zugriff auf das WG-Konto, sodass finanzielle Verpflichtungen von jedem WG-Mitglied erledigt werden können
  • Aufteilung der finanziellen Verantwortung
  • Gemeinsam anfallende Kosten für beispielsweise Strom, Internet, Putzmittel usw. können mit dem WG-Konto bezahlt werden
  • Kostenüberblick und -kontrolle für alle WG-Mitglieder
  • Miete ganz leicht per Dauerauftrag überweisen
  • Nebenkostenausgleich kann direkt über das WG-Konto laufen

Mit Hilfe eines Gemeinschaftskontos können alle Mitbewohner den finanziellen Überblick behalten. Damit alle Rechnungen, wie beispielsweise Nebenkosten oder Versicherungen, jederzeit reibungslos beglichen werden können, sollten alle Verantwortlichen darauf achten, dass sich immer genügend Geld auf dem WG-Konto befindet.

So funktioniert das WG-Gemeinschaftskonto

Alle WG-Mitglieder zahlen monatlich ihre Miete auf das WG-Konto ein. Am einfachsten kann das geregelt werden, wenn die Mitbewohner hierfür einen Dauerauftrag einrichten. Um auch unregelmäßig anfallende Kosten abzudecken, bietet es sich an, monatlich einen kleinen Extra-Betrag zu überweisen, damit die WG einen finanziellen Puffer aufbauen kann. Schließlich ist ein finanzielles Polster immer sinnvoll, sollten Nachzahlungen, Reparaturen oder Neuanschaffungen anstehen.

Gleicher Wohnsitz häufig Voraussetzung

Gerade Studenten leben häufig unter der Woche in einer WG und am Wochenende oder während der Semesterferien im Elternhaus. Möchte man sich aber als Kontoinhaber für ein WG-Konto eintragen lassen, sollten beide Personen den gleichen Wohnsitz gemeldet haben. Einige Banken lehnen den Antrag für ein Gemeinschaftskonto sonst ab.

Tipp:

Studenten und Azubis können spezielle Studentenkonten eröffnen, die über einen großen Leistungsumfang verfügen, aber oft noch günstiger sind als andere Girokonten.

Konto für WG: Wer ist verfügungsberechtigt?

In der Regel können maximal zwei Personen die Kontoinhaber eines Gemeinschaftskontos sein. Das heißt aber nicht, dass diese zwei Personen immerzu die finanziellen Verpflichtungen der WG abwickeln müssen. Meist ist es problemlos möglich, die weiteren Mitbewohner als Bevollmächtigte bei der Bank eintragen zu lassen. Kontoinhaber als auch Bevollmächtigte müssen lediglich das 18. Lebensjahr vollendet und bestenfalls keinen negativen Schufa-Eintrag haben. Bevollmächtigte können sich außerdem eine sogenannte Partnerkarte ausstellen lassen, sodass auch sie Geld abheben oder den nächsten WG-Einkauf mit dem Haushaltsguthaben auf dem WG-Konto bezahlen können. Bei Bevollmächtigungen kann es sein, dass die betreffende Bank Kosten für die Partnerkarten erhebt, viele stellen diese aber auch kostenlos aus.

Konto für Wohngemeinschaft: Zwei Varianten

Grundsätzlich existieren zwei Varianten des Gemeinschaftskontos: Das Oder-Konto sowie das Und-Konto. Da beim Und-Konto beide Kontoinhaber jede Überweisung unterschreiben und bei allen Abhebungen gemeinsam anwesend sein müssen, ist dieses Konto für eine Wohngemeinschaft ungeeignet. Es wird eher von Vereinen oder Organisationen verwendet.

Mit dem Oder-Konto hingegen kann jeder Kontoinhaber selbstständig und unabhängig über das Guthaben verfügen – das setzt natürlich Vertrauen voraus. Schließlich könnte jeder der Inhaber auch das komplette Guthaben des Kontos abheben. In der Regel erhält jeder der Kontoinhaber eine eigene Girocard, mit welcher er über das Konto verfügen kann.

WG-Konto eröffnen: Wie geht das?

Bei den meisten Banken ist es möglich ein Girokonto online zu beantragen. Im Rahmen des Online-Formulars gilt es dabei einen zweiten Kontoinhaber und die weiteren Bevollmächtigten anzugeben, um dieses als Gemeinschaftskonto für eine Wohngemeinschaft nutzen zu können. Alle Inhaber müssen ihre Identität bestätigen, entweder durch das PostIdent-Verfahren bei einer Post-Filiale in Ihrer Nähe, oder das VideoIdent-Verfahren, bei dem Sie sich via Webcam legitimieren. Sind alle Schritte vorschriftsgemäß durchgeführt worden, erhalten alle Personen ihre Giro- oder Partnerkarten.

Hat jeder Mitbewohner Zugang zum Gemeinschaftskonto für die Wohngemeinschaft, kann die Verantwortung für finanzielle Vorgänge unter allen WG-Mitgliedern aufgeteilt werden. In der Regel beugt das möglichen Konflikten bereits vor. Löst sich die WG auf, kann das Gemeinschaftskonto auch zu einem Einzelkonto umgewandelt werden. In diesem Fall kann einer der zwei Kontoinhaber das Konto weiterführen, wenn er oder sie möchte.

>