In Öl investieren: Drei Wege zum schwarzen Gold

Ohne Erdöl geht’s nicht. Unsere moderne Industriegesellschaft ist nach wie vor in vielen Bereichen von Öl abhängig. Das bietet auch dir als Privatanlegerin oder Privatanleger die Möglichkeit, am schwarzen Gold zu partizipieren. Doch wie sinnvoll ist es noch, in Öl zu investieren? Und wie genau geht das überhaupt? Wir zeigen dir die drei Möglichkeiten.

Bei welchem Broker kannst du in Öl investieren?

Nicht alle Broker bieten dir alle Möglichkeiten, in Öl zu investieren. Vor allem der außerbörsliche Handel oder der Handel mit Derivaten wird dir nur von ausgewählten Brokern ermöglicht.

Bei eToro und Smartbroker kannst du sowohl in Derivate als auch in Aktien oder Öl-ETFs investieren.  Zusätzlich punkten die beiden Broker mit einer günstigen Kostenstruktur.

Depot

Handelsplätze:

35

ETF-Sparpläne:

637

Besonderheit:

ETC-Sparpläne

Depot

Depotgebühr

0 €

Schnelle Eröffnung in

5 Min.

Besonderheit

Alle gängigen Anlageprodukte

Für Profis: Investieren mittels Futures oder CFDs

Wenn du direkt am Preis von Rohöl partizipieren möchtest, musst du Futures oder CFDs kaufen. Futures kannst du an der Börse handeln, CFDs nur außerbörslich (OTC). Mit beiden Finanzprodukten kannst du kurzfristig auf den Ölpreis spekulieren, beide versprechen schnelle Gewinne.

Kaufst du zum Beispiel Öl-Futures, verpflichtest du dich zu drei Dingen:

  • Du kaufst eine bestimmte Menge und Qualität an Öl.
  • Du kaufst das Öl zu einem bestimmten, zukünftigen Zeitpunkt.
  • Du kaufst das Öl zu dem Preis, der bei Abschluss des Terminkontraktes festgelegt wurde.

Über Sinn und Unsinn einer Investition in Öl

  • Öl ist wichtig – aber auch umweltschädlich.
  • Du kannst hohe Gewinne erzielen – aber auch viel verlieren.
  • Die Investitionsmöglichkeiten sind vielfältig – deswegen brauchst du aber auch Expertenkenntnisse.
  • Öl ist zukunftsträchtig – das sind nachhaltige Energien aber auch.

Chancen und Risiken

Der Ölpreis ist extrem volatil. Das bedeutet, dass er sich sogar täglich mehrmals ändern kann. Bevor du mittels CFDs oder Futures in Öl investierst, solltest du deshalb genau recherchieren und dir sehr gute Kenntnisse der Branche aneignen.

Außerdem solltest du wissen, wie Futures und CFDs funktionieren und wie du die Finanzinstrumente am besten einsetzt. Nur so kannst du das Risiko eines Totalverlustes zumindest verringern.

Was sind Futures und CFDs?

Futures sind Terminkontrakte und gehören wie CFDs zu den derivaten Finanzinstrumenten. Wenn du mehr wissen willst, klicke einfach weiter zu unserem „Ratgeber Derivate“.

Ist der Ölpreis niedrig, macht es in der Regel Sinn zu kaufen – wenn du daran glaubst, dass die Preise wieder steigen. Ist das der Fall, hast du deine Wette auf den Ölpreis gewonnen und du gehst mit Gewinn aus deinem Geschäft heraus. Natürlich kann aber auch alles ganz anders kommen und der Ölpreis sinkt weiter. Tritt dieser Fall ein, hast du dein Geld verloren.

Du kannst aber auch auf fallende Ölpreise wetten. In diesem Fall funktioniert es genau andersherum: Sinkt der Ölpreis tatsächlich, gehst du mit Gewinn aus deinem Investment. Steigt der Preis, verlierst du.

Risikowarnung

Derivate sind Finanzinstrumente mit einem hohen Risikofaktor. Im Zweifel verlierst du dein eingesetztes Kapital komplett.

Öl-Aktien kaufen

Weniger risikobehaftet als der Handel mit Derivaten ist der Handel mit Öl-Aktien. Konkret kaufst du Aktien von Firmen, die mit Öl handeln. In Frage kommen dabei vor allem Mineralölkonzerne. Damit partizipierst du zwar nicht direkt an der Ölpreisentwicklung, doch besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Aktienkurs der Konzerne und dem Ölpreis.

Am besten schaust du dir die verschiedenen Unternehmen mal genauer an und prüfst deren Aktienkursentwicklung sowie die Höhe und Häufigkeit von Dividendenausschüttungen. Weitere Tipps und hilfreiche Informationen findest du in unserem Ratgeber Öl-Aktien.

In Öl-ETFs investieren

Auch bei einer Investition in Öl-ETFs hält sich das Risiko im Vergleich zu den Derivaten in Grenzen. Was du allerdings wissen solltest: Richtige Öl-ETFs funktionieren anders als reguläre ETFs, die einfach einen bestimmten Index abbilden. Sie basieren zu einem Teil aus Futures, zum anderen Teil aus fast risikofreien Zinspapieren. Das bedeutet: Kann der Futures-Kontrakt nicht erfüllt werden, verlierst du Geld.

Natürlich hast du auch die Möglichkeit, in reguläre ETFs zu investieren, die den Öl- und Gassektor nachbilden. Bist du noch vergleichsweise neu an der Börse oder möchtest dein Verlustrisiko in Grenzen halten, ist diese Form der Investition in Öl vermutlich die interessanteste für dich.

In andere Rohstoffe investieren

Der Rohstoffhandel ist natürlich nicht auf Erdöl beschränkt. Du kannst in alle möglichen Rohstoffe wie Gas, Getreide, Baumwolle, Kaffee oder Kakao investieren. Besonders interessant für dich als Privatanlegerin oder Privatanleger sind Edelmetalle, vor allem Gold.

Saskia ist promovierte Germanistin und arbeitet seit 2017 im Finanzbereich. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich Wertpapierdepot, Bausparen, sowie bei Unfall- und Sterbegeldversicherung.
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