Aktien verschenken ohne Steuern zu zahlen? Das geht!

Das Verschenken von Aktien ist eine echte Alternative zum klassischen Geldgeschenk. Es geht ganz einfach und im Idealfall gewinnen die Aktien sogar noch an Wert. In steuerlicher Hinsicht musst du jedoch einige Fallstricke beachten.

Eines vorab:  Wenn du deinen Broker rechtzeitig über die Schenkung informierst, wird dir keine Abgeltungssteuer abgezogen. Du erhältst ja keinen Erlös. Gerade beim Verschenken von größeren Beträgen kann allerdings die Schenkungssteuer anfallen. Wenn du sie umgehen willst, solltest unbedingt darauf achten, den steuerlichen Freibetrag nicht zu überschreiten.

Diese Freibeträge gelten

Bei den Freibeträgen gilt: Je enger der Verwandtschaftsgrad desto höher der Freibetrag. Willst du zum Beispiel deine Ehepartnerin oder deinen Ehepartner beschenken, musst du erst Steuern zahlen, wenn du den Freibetrag von 500.000 Euro überschreitest. Soll dein Kind beschenkt werden, reduziert sich der Betrag um 100.000 Euro auf 400.000 Euro. Gut zu wissen:  Du kannst den Freibetrag alle zehn Jahre wieder in Anspruch nehmen!

Eine Übersicht über die jeweils geltenden Freibeträge findest du hier.

So hoch ist der Steuersatz

Übersteigt deine Schenkung den gesetzlichen Freibetrag, kommst du um die Schenkungssteuer nicht herum. Ähnlich wie bei den Freibeträgen gilt: Je enger der Verwandtschaftsgrad, desto geringer der Steuersatz. Auch hier ein Beispiel: Beschenkst du deinen Mann oder deine Frau, gilt je nach Schenkungssumme ein Steuersatz zwischen 7 und 30 Prozent. Willst du einer oder einem Bekannten etwas zukommen lassen, zahlst du zwischen 30 und 50 Prozent Steuern.

Eine Übersicht über die Steuersätze findest du hier.

Kostenloses Depot eröffnen

Damit du Aktien verschenken kannst, brauchst nicht nur du, sondern auch der Beschenkte ein Depot bei einem Broker. In unserem Depot-Vergleich findest du eine Übersicht von Brokern mit attraktiven Konditionen, wie zum Beispiel einer kostenlosen Depotführung. Schau dich doch einfach mal um!

Saskia ist promovierte Germanistin und arbeitet seit 2017 im Finanzbereich. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich Wertpapierdepot sowie bei Unfall- und Sterbegeldversicherung.
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