Bitcoin-Rallye: BaFin warnt vor Kryptoinvestments

Angesichts stark steigender Kurse warnt die BaFin Anleger:innen vor den finanziellen Gefahren von Kryptowährungen. Sie nimmt dabei nicht nur die Währungen selbst, sondern auch Derivate in den Blick.

Ein Wertzuwachs von fast 300 Prozent innerhalb eines Jahres, 200 Prozent davon allein in den vergangenen drei Monaten: Der Bitcoin erlebt wieder einmal einen beispiellosen Hype. Vermehrt drängen auch unerfahrene Anleger:innen an die Märkte, um von den Kursgewinnen zu profitieren. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt deshalb vor den Risiken beim Erwerb von Kryptowährungen.

Warnung vor Totalverlust

Konkret besteht laut BaFin bei Investitionen in Bitcoin und andere Kryptowährungen wie Litecoin, Ether und XRP ein hohes Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Dabei sieht die Aufsicht nicht nur bei direkten Investments – also beim Kauf der Kryptowährung – Gefahren, sondern auch bei indirekten Anlagen über derivative Finanzinstrumente wie etwa CFDs (Contracts for Difference).

Insbesondere die hohe Volatilität, die für starke Kursschwankungen sorgt, und die mögliche schlechte Liquidität einer Währung könnten für Anlegerinnen und Anleger zum Problem werden.

Bitcoin: Kurze Geschichte der Kursschwankungen

In der Geschichte des Bitcoins gab es immer mal wieder starke Kursanstiege mit hoher Nachfrage, auf der anderen Seite aber auch heftige Talfahrten. Im Herbst 2017 etwa stieg die Nachfrage nach Kryptowährungen sprunghaft an. Der folgende extreme Kursanstieg erhöhte diese weiter. Die Blase platzte kurz vor dem Jahreswechsel. Bis zum Februar fiel der Kurs auf das Niveau vor dem Hype. Die hohe Nachfrage, die sich derzeit zeigt, ähnelt sehr stark der Blase von 2017. Die Warnungen der BaFin sind also angebracht und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

EZB-Chefin Christine Lagarde sprach sich auf Reuters Next unterdessen für eine Regulierung von Kryptowährungen aus. Ihrer Ansicht nach seien Kryptowährungen nicht nur riskante Anlageprodukte, sondern würden auch zur Geldwäsche genutzt. Daher plädiert sie für eine globale Regulierung von Bitcoin und Co.    

Matthias arbeitet seit 2015 für verschiedene Vergleichsportale. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Wertpapierdepot, Kranken- und Rentenversicherung sowie Baufinanzierung.
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