Deutsche Sparer verlieren Milliarden durch niedrige Zinsen

Mann mit leeren Hosentaschen

9,1 Milliarden Euro haben die Einlagen deutscher Sparer im ersten Quartal an Wert verloren, pro Kopf sind das 109 Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt der comdirect Realzins-Radar. Grund für den Wertverlust sind Zinsen, die unter der Inflation liegen: In den ersten drei Monaten lagen die Zinssätze für Tages- und Festgelder, Girokonten und Spareinlagen bei durchschnittlich 0,14 Prozent. Die Inflationsrate betrug im Quartalsdurchschnitt 1,64 Prozent. Daraus ergibt sich ein Realzins von minus 1,50 Prozent. Der Realzins ist der tatsächliche Zins nach Abzug der Inflation – also der Zins, den die Sparer unter Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes erzielen.

„Die Vorbehalte der Deutschen vor Wertpapieren dürften sich angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen noch einmal verstärkt haben. Dabei sind auch Spareinlagen schon lange keine Garantie mehr für Erträge“, sagt Frauke Hegemann, Vorstandsvorsitzende von comdirect. So habe die reale Verzinsung von Spareinlagen seit 2003 in mehr als der Hälfte der Monate im negativen Bereich gelegen. „In den letzten drei Jahren gab es in keinem einzigen Monat einen positiven Realzins für Erspartes“, erklärt Hegemann.

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Mehr als 140 Milliarden Euro Verlust in knapp zehn Jahren

Bei langfristiger Betrachtung wird der Wertverlust besonders deutlich. Seit Ende 2010 haben die deutschen Sparer durch Niedrigzins und Inflation bereits 143,7 Milliarden Euro verloren – das sind 1.747 Euro pro Bundesbürger.

„Gerade mittel- bis langfristig orientierte Anleger sollten zum Vermögensaufbau in Wertpapiere investieren. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Börsen auch nach starken Einbrüchen immer wieder erholen – sei es nach Weltkriegen, dem Platzen der Dotcom-Blase oder der Finanzkrise“, so Hegemann. In den letzten 120 Jahren haben globale Aktien laut einer Analyse der Credit Suisse inflationsbereinigt eine annualisierte Rendite von 5,2 Prozent erzielt.

So finden Sie den passenden Online Broker

„Immer mehr Anleger sind daher auf der Suche nach einer Alternative zu klassischen Geldanlagen und orientieren sich zunehmend in Richtung von Wertpapieren und Börse. Wer klug und breit gestreut investiert, hat gute Chancen, attraktive Renditen zu erhalten“, erklärt Bernhard Weinrich, Geschäftsführer bei testsieger-konto.de. Voraussetzung für den Wertpapierhandel ist ein Depotkonto bei einem Online Broker. „Ein verbraucherfreundliches Depot sollte möglichst günstig, die Gebühren pro Order niedrig und die Auswahl an handelbaren Wertpapieren, Börsenplätzen und Fonds groß sein“, erklärt Weinrich. „Unser Depotkonto-Vergleich, bei dem Sie die aktuellen Konditionen wichtiger Anbieter auf einen Blick haben, erleichtert Ihnen die Suche nach dem passenden Online Broker.“

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
Stilisierte Sprechblasen in Schwarzweiß Diskussionsforum
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