Kurssturz bei Tesla: Über 30 Prozent seit August

Turbulente Tage hat die Tesla-Aktie hinter sich. Nach einer sagenhaften Kletterpartie ist seit Anfang September Schluss mit dem Aufstieg. Seitdem befindet sich die Aktie des kalifornischen Elektroautobauers im freien Fall. Eine Entscheidung von Standard & Poor’s tut ihr Übriges dazu. 

Für ca. 2.000 US-Dollar wurde die Aktie zwischenzeitlich gehandelt. Dabei stand sie vor einem Jahr bei gerade einmal knapp über 160 US-Dollar. Mehrere Gewinn-Quartale in Folge und ein Aktiensplit Ende August ließen den Kurs rasant steigen. Die Aufnahme in den Aktienindex S&P 500 galt als gesichert.

Erstmal nicht im S&P 500

Doch Standard & Poor’s sah das offensichtlich anders. Anfang der Woche verkündete die Rating-Agentur, dass sie Tesla nicht in ihren Leitindex S&P 500 aufnimmt. Stattdessen durfte sich unter anderem der Modehändler Etsy über eine Aufnahme freuen. Die Tesla-Aktie verlor hingegen seit Anfang September über 30 Prozent und steht heute bei 330 Dollar. Direkt nach dem Split waren es noch 500 Dollar.

Hintergrund: Kursanpassung bei Aktien-Splits

Bei dem Aktiensplit im August wurde jede Aktie in fünf Aktien aufgeteilt. Der Gesamtwert der fünf Aktien entspricht dabei jedoch dem der einen Aktie vor dem Split. Aus einer Aktie für 2000 Dollar wurden also fünf Aktien für 400 Dollar.

Analysten sehen gute Gründe für S&Ps Zögern. Die Aktie des Tech-Konzerns sei überbewertet und lebe vor allem von der Strahlkraft des Tesla-Chefs Elon Musk. Doch auch Branchen-Zusammenhänge mögen ihren Anteil haben an dem Kursdämpfer: Nicht nur Tesla, sondern auch andere Tech-Unternehmen wie Amazon, Facebook und Netflix mussten in den vergangenen Wochen Verluste an den Börsen hinnehmen.

Tesla-Investment per ETF

Tesla steckt zwar noch nicht im S&P 500 und dementsprechend auch nicht in den ETFs auf diesen Index. Aber in vielen anderen Indizes ist die Aktie enthalten. So etwa auch im MSCI World, dem Evergreen-Index bei den ETF-Anbietern. In der nachhaltigen Variante, dem MSCI World SRI, beträgt der Anteil von Tesla sogar knapp 3 Prozent des Indexes. Wenn du also trotz – oder gerade wegen – der Verluste bei Tesla einsteigen möchtest, bieten ETFs auf diese Indizes ein geringeres Risiko, da viele andere Aktien im Index die möglichen Verluste von Tesla ausgleichen können.

Matthias arbeitet seit 2015 für verschiedene Vergleichsportale. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Wertpapierdepot, Kranken- und Rentenversicherung sowie Baufinanzierung.
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