Männer verdienen mehr. Männer investieren mehr. Noch!

Der Anteil an Aktionärinnen und Aktionären ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Allerdings führen Pay Gap und andere Hürden dazu, dass Frauen im Verhältnis zu Männern oft noch im Nachteil sind. Geldanlage wird immer noch als von Männern dominiert wahrgenommen. Doch Frauen wollen dieses Jahr deutlich mehr investieren und jede zweite Frau in Deutschland, die bisher nicht investiert, denkt darüber nach.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Frauen, die in Immobilien, Bankprodukte oder Wertpapiere investieren, legen 932 Euro pro Monat an – bei den Männern sind es monatlich 1.331 Euro.
  • 56 Prozent der Frauen, die bisher nicht investiert haben, denken über einen Einstieg nach. Frauen, die bereits Geld anlegen, wollen ihre Investitionen deutlich erhöhen.
  • Wenn du in Wertpapiere wie Aktien, Fonds und ETFs investieren möchtest, benötigst du ein Wertpapier-Depot. Unser Depotkonten-Vergleich hilft dir bei der Auswahl:

Europaweite Umfrage

Männer verdienen mehr. Männer investieren mehr. Doch eine neue repräsentative Studie der mobilen Bank N26 stimmt optimistisch. Im Februar 2022 wurden mehr als 16.000 Frauen in fünf europäischen Ländern befragt, um herauszufinden: Vor welchen Hürden stehen Frauen aktuell bei der Geldanlage? Wie viel ihres monatlichen Einkommens investieren sie und wie beeinflussen Faktoren wie Region, Beruf und Familienstand ihr Anlageverhalten?

Frauen legen 31 Prozent ihres Einkommens an

Deutschlandweit befragte N26 circa 2.000 regelmäßig investierende und nicht investierende Frauen und stellte ihre Antworten den Antworten einer gleichen Anzahl von männlichen Studienteilnehmern gegenüber. In Deutschland lebende Frauen, die regelmäßig investieren, legen demnach durchschnittlich 932 Euro pro Monat (oder 31 Prozent ihres monatlichen Einkommens) an. Männer investieren durchschnittlich 1.331 Euro pro Monat (37 Prozent ihres Einkommens).

Österreichische Frauen investieren am meisten

Europäische Frauen investieren durchschnittlich 857,52 Euro. Ganz vorne liegen der Studie zufolge Frauen in Österreich. Sie legen pro Monat im Durchschnitt 999,37 Euro an. Europäische Frauen investieren im Durchschnitt 29 Prozent weniger als europäische Männer.

Pay Gap als einer der Hauptgründe

Als größtes Hindernis nannten Frauen fehlendes verfügbares Einkommen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass die Geldanlage noch immer als von Männern dominiert wahrgenommen wird. Nur 14 Prozent der befragten Deutschen sehen dies nicht so.

Frauen wollen 2022 deutlich mehr investieren

Doch Frauen könnten der Studie zufolge spürbar aufholen. 70 Prozent der Frauen planen, ihre Investments aufzustocken. Und zwar deutlich: im Durchschnitt von 932 Euro auf 1.434 Euro monatlich – das wäre ein Anstieg um 54 Prozent. Außerdem denkt gut jede zweite befragte Frau (56 Prozent), die bisher nicht investiert, über einen Einstieg nach.

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Wenn auch du über einen Einstieg an die Börse nachdenkst, benötigst du zunächst ein geeignetes Wertpapier-Depot, mit dem du deine Aktien, Fonds und weitere Wertpapiere kaufen und verkaufen kannst. Unser Depotkonten-Vergleich hilft dir dabei, das passende Angebot zu finden:

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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