Mehr Vertrauen in die Börse: Besonders junge Menschen investieren in Aktien

Frau mit Handy auf der Straße

Niedrigzins und Verwahrentgelt auf der einen, steigende Aktienkurse auf der anderen Seite: Immer mehr Deutsche investieren in Wertpapiere. Und nicht nur das: Das Vertrauen der Deutschen in den Aktienmarkt hat durch die Corona-Krise sogar zugenommen, wie die repräsentative Studie „Aktienkultur in Deutschland“ zeigt. Besonders junge Menschen haben im vergangenen Jahr den Schritt an die Börse gewagt.

Für viele hat die Corona-Krise erst die Gelegenheit geschaffen, sich mit dem Thema Geldanlage zu befassen, wie die Online-Befragung von 2.000 Deutschen ab 18 Jahren gezeigt hat. Der Faktor Zeit gehört zu den meistgenannten Gründen für den Einstieg in den Aktienmarkt während der vergangenen Pandemie-Monate. Rund ein Drittel der Neu-Aktionär:innen sagt, dass sie während der Corona-Krise mehr Zeit hatten, sich mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen. Ebenso viele geben an, dass sie in den Krisenmonaten erst dazu kamen, sich eingehend über Investments in Aktien zu informieren. Viel Zeit zu Hause, wenige Aktivitäten – den Leerlauf im Lockdown nutzten besonders die jüngeren Deutschen unter 35 Jahren, um sich mit dem Themen Geld und Börse zu befassen.

36 Prozent der Deutschen besitzen Aktien

Ein weiterer Anlass für den Aktienerwerb war die Zinsentwicklung: Auf Erspartes gibt es kaum mehr Zinsen, einige Banken erwägen die Einführung von Negativzinsen oder haben dies bereits umgesetzt. Entsprechend waren die aktuell niedrigen Zinsen für 37 Prozent der Befragten der Beweggrund für den Aktienkauf, hinzu kamen für 37 Prozent die günstigen Einstiegskurse. Parallel hatten 28 Prozent der Befragten durch die Krise weniger Ausgaben und deshalb mehr Geld zur Verfügung – ein weiterer Anlass für das Aktieninvestment. Entsprechend liegt der Anteil der Aktienbesitzer:innen an der Bevölkerung aktuell bei 36 Prozent und damit zwei Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Unter den Neu-Aktionär:innen sind überdurchschnittlich viele unter 35-Jährige.

Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten

Angesichts des Zinstiefs änderte etwa die Hälfte der Deutschen ihr Anlageverhalten. Einige nehmen vom Sparen Abstand: 20 Prozent sparen weniger und geben mehr für den täglichen Konsum aus. 18 Prozent nutzen Sparbuch und Tagesgeldkonto weniger. Die Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten ist hier naheliegend, und entsprechend fokussieren sich 16 Prozent stärker auf Aktien. Wer bereits Wertpapiere im Depot hatte, verstärkte das Investment: 41 Prozent der Aktienbesitzer:innen sagen, dass die niedrigen Zinsen ein Grund mehr sind, in Wertpapiere zu investieren.

Depotkonten vergleichen

Wenn auch du in Aktien investieren willst, solltest du dir zunächst Gedanken über das passende Wertpapierdepot machen. Mit dem Depotkonto kannst du Aktien und Fonds kaufen und verkaufen. Neben der richtigen Anlagestrategie solltest du deine Depotbank sorgfältig auswählen, um dein Portfolio optimal aufstellen zu können und Kosten zu sparen. Unser Depotkonto-Vergleich hilft dir, den Anbieter zu finden, der zu dir passt und wenig kostet.

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.

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