Mobile Banking

Überblick: Was ist Mobile Banking?

Junges Mädchen beim Mobile BankingWas im Internet funktioniert, geht im Zeitalter der Handys erst recht: in einer Zeit, in der rund 40% der Deutschen ein Smartphone besitzen*, ist es üblich, mit dem Handy online zu gehen. Das liegt vor allem daran, dass dies wesentlich einfacher und unkomplizierter ist als noch vor einigen Jahren.


Ging man bis dahin noch mit dem vergleichsweise langsamen und teuren WAP-System per Handy ins Internet, wird heutzutage per UMTS und GPRS online gegangen. Die verbesserten Displays und leichte Handhabe der neuen Handy-Generation machen es einfach, das Internet auch über das Handy zu erreichen.


Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Kunden auch mit dem sogenannten Mobile Banking oder m-Banking ihre Bankgeschäfte erledigen. Große Unterschiede zum Online Banking existieren nicht. Die Banken-Webseite wird lediglich in komprimierter Form dargestellt, da die Kapazität eines Handys natürlich geringer ist als die eines Computers.


Das Mobile Banking ermöglicht es Ihnen, Ihren Kontostand abzufragen, Überweisungen zu tätigen und Wertpapiertransaktionen zu erledigen.


Unterscheidung Browser und Apps

Es muss grundsätzlich unterschieden werden zwischen den beiden Möglichkeiten, das Mobile Banking zu nutzen.


Wer ein Smartphone besitzt, kann Online Banking einfach über den Browser nutzen. Hier gibt es keine Unterschiede zum Online Banking, da man sich einfach über den regulären Login in seinen Account einloggt und das System nutzt wie auf dem Computer. Es wird lediglich eine handy-optimierte Benutzeroberfläche angezeigt. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Online und Mobile Banking.


Eine weitere Möglichkeit, Mobile Banking zu nutzen, sind Apps. Diese werden allerdings nicht von jeder Bank angeboten. Hierbei muss man sich die App von der Banken-Website oder aus dem Store des jewiligen Handybetriebssystem (iOS/Android etc.) herunterladen. Es gibt auch unabhängige Seiten, auf denen Sie die passende App herunterladen können (z.B. iOut Bank).

Vorteile des mobilen Bankings

Während sich beim Online Banking gewisse Einschränkungen ergeben, was die Mobilität betrifft, kann Mobile Banking uneingeschränkt genutzt werden. Sie müssen nicht warten, bis Ihnen ein Computer zur Verfügung steht, sondern können jederzeit auf Ihr Konto zugreifen.


Gerade, wenn Sie geschäftlich unterwegs sind, bietet sich diese Form der Kontoführung an. Regulär könnten Sie unterwegs nämlich nur im Internetcafé oder an WLAN-Hotspots auf Ihr Konto zugreifen. Dies ist aber immer auch ein Sicherheitsrisiko. Beim Zugriff vom Smartphone aus haben Sie selbst den Überblick über die Sicherheitsstandards Ihres Internetzugangs. Bei dringenden Angelegenheiten können Sie somit viel schneller reagieren.


Leider gibt es keinen Vorteil ohne Nachteil. So birgt das Mobile Banking auch Risiken. Die größere Beliebtheit von Mobile Banking zieht auch Kriminelle an, die Viren und Spyware auf den Smartphones installieren. Benutzer sollten daher ebenso hohe Sicherheitsstandards treffen wie am Computer.

Sicherheit

Generell gilt, dass Sie beim m-Banking genauso achtsam sein müssen wie beim Online Banking. Betrüger haben längst das Potential erkannt, das hinter dem Angriff auf Handys steckt. Auch mit Ihrem Telefon können Sie Opfer des sogenannten Phishings werden, bei dem Betrüger die Website Ihrer Bank detailgetreu nachbauen und Sie durch die Eingabe Ihrer PIN und TAN unfreiwillig Ihre Daten preisgeben.


Nutzen Sie beim Mobile Banking am besten nicht das mTAN-Verfahren. Hierbei wird der TAN-Code auf das Smartphone gesendet, um eine Kanaltrennung zu veranlassen. Was beim Online Banking sicherstellt, dass Unbefugte schwerer an die Zugangsdaten kommen, ist beim Mobile Banking gefährlich, da Hacker alle Daten auf einem Medium präsentiert bekommen.


MMS-Nachrichten (Multimedia Messaging Service) könnten zu dem Viren enthalten. Will man mit dem Handy Mobile Banking betreiben, empfiehlt es sich, diese Dateien nicht zu öffnen.


Neben dem klassischen PIN/TAN-Verfahren empfiehlt es sich, das sm@rtTAN-Verfahren zu nutzen. Hier wird ein Lesegerät benötigt, welches TANS erzeugt. Zwar schränkt sich hier Ihre Mobilität ein, da Sie zusätzlich ein Lesegerät mit sich tragen müssen, allerdings ist es sicherer als das reguläre PIN/TAN-System und wesentlich besser geeignet als mTAN.


Es ist außerdem zu beachten, dass Sie sich erst für die Online Banking-Funktion freischalten lassen müssen, um auch Mobile Banking zu nutzen.

Tipp: Weitere Hinweise zum Thema Sicherheit beim digitalen Banking finden Sie in der Rubrik Online Banking.

Banken mit Apps fürs m-Banking

Manche Banken bieten kein m-Banking an, sondern lediglich die Möglichkeit, die nächste Filiale oder Ansprechpartner vor Ort zu finden. Hierfür gibt es spezielle Apps, die ähnlich einem Routenplaner funktionieren.


Momentan (Stand Dezember 2013) bieten folgende Anbieter Mobile Banking Apps an, mit denen auch Bankgeschäfte erledigt werden können:


  • 1822direkt
  • Commerzbank
  • comdirect (diese App können Sparkassen- und VR-Bankkunden ebenso nutzen)
  • Cortal Consors (nur für Wertpapierhandel)
  • DAB (nur für Wertpapierhandel)
  • Deutsche Bank
  • HypoVereinsbank
  • ING DiBa
  • norisbank
  • Postbank
  • Sparda Bank
  • Sparkasse
  • TARGOBANK
  • VR-Banken (hier werden nicht alle Banken unterstützt. Erkundigen Sie sich bitte bei der jeweiligen Bank)

Bitte beachten Sie: die Angebote variieren von Anbieter zu Anbieter. Grundfunktionen, die bei allen Anbietern verfügbar sind, sind Kontostand abrufen und (Inlands-)Überweisungen tätigen. Was zusätzlich noch möglich ist, erfahren Sie auf der jeweiligen Internetseite der Bank. Viele Apps sind zudem nur für bestimmte Betriebssysteme verfügbar.


Unabhängige Programme wie iOutBank sind auch für andere Banken geeignet, die nicht in der Liste vorkommen. Informieren Sie sich bitte individuell, ob es Apps gibt, die das Mobile Banking für Ihre Bank unterstützt.


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