Kreditkarte kündigen: Ratgeber und Mustervorlage

Es gibt viele Gründe dafür, eine Kreditkarte zu kündigen. Ein denkbarer Grund könnte sein, dass du einfach keine Kreditkarte mehr brauchst. Häufiger wird eine Kreditkarte jedoch gekündigt, weil man mit der Karte unzufrieden ist und eine neue sucht. Lade dir hier ein Kündigungsmuster per PDF herunter.

Immer mehr Herausgeber werben mit speziellen Konditionen wie Gebührenfreiheit, Bonusprogrammen oder einer Cashback-Funktion. Auch die Wahl einer Partnerkreditkarte kann ein Grund für die Kündigung der alten Kreditkarte sein. Um unnötige Kosten zu sparen und den Kündigungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, musst du bei der Kündigung einige Punkte beachten.

PDF-Vorlage: Kreditkarte kündigen

Einfach Vorlage ausfüllen und abschicken – fertig. Hier runterladen!

Wer kann kündigen?

Eine Kreditkarte kann von beiden Seiten gekündigt werden. Zur Kündigung berechtigt bist also sowohl du als Inhaber als auch der Herausgeber der Karte. Im Normalfall ist das die Bank oder Sparkasse. Willst du die Kreditkarte kündigen, kannst du dazu einfach eine Vorlage zur Kreditkartenkündigung nutzen. Du bist nicht dazu verpflichtet, einen Grund für die Kündigung anzugeben. Vom Herausgeber kann die Kreditkarte nur dann gekündigt werden, wenn du als Kunde die Sorgfaltspflicht missachtet hast. Zum Beispiel darf man als Inhaber die PIN der Karte keinem anderen mitteilen.

An wen muss das Kündigungsschreiben gesendet werden?

Generell gilt: Der Kreditkartenvertrag muss immer dort gekündigt werden, wo man ihn abgeschlossen hat. Üblicherweise ist das die Bank oder Sparkasse als Herausgeber der Kreditkarte. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Kreditkarte direkt bei der Kreditkartengesellschaft, zum Beispiel VISA oder Mastercard, zu beantragen. In diesem Fall ist die Gesellschaft selbst der Herausgeber der Karte, und du richtest das Kündigungsschreiben entsprechend an die jeweilige Gesellschaft.

Was muss ins Formular?

Beim Kündigungsschreiben musst du bestimmte Formalia beachten, damit die Kündigung rechtlich sicher ist, schnell abgewickelt werden kann, und der Prozess nicht unnötig verkompliziert wird.

Folgende Daten solltest du unbedingt in das Formular aufnehmen:

  • Persönliche Daten und Adresse
  • Adresse des Empfängers
  • Kreditkartennummer, ggfs. auch Kundennummer
  • Kündigungszeitpunkt
  • Bitte um schriftliche Bestätigung der Kündigung
  • Persönliche Unterschrift

Hast du der Bank oder Sparkasse eine Einzugsermächtigung erteilt, beispielsweise für den Einzug der Kreditkartengebühr, musst du im Vordruck außerdem einen Widerruf der Einzugsermächtigung ergänzen. Solltest du dir darüber hinaus nicht sicher sein, ob du die alte Karte selbst entsorgen musst oder ob das die jeweilige Bank übernimmt, kannst du die Karte dem Schreiben einfach mit der Bitte um Vernichtung beifügen.

Befindet sich auf dem Kreditkartenkonto noch Guthaben, solltest du es mit einer Bitte um Auszahlung auf ein weiterhin bestehendes Konto zurückfordern. Andererseits ist der Inhaber der Kreditkarte aber auch dazu angehalten, etwaige Schulden auf dem Kreditkartenkonto zu begleichen. Bei einer Kündigung muss das Kreditkartenkonto zum angestrebten Kündigungstermin ausgeglichen sein, sonst ist die Kündigung nicht durchführbar.

Gibt es eine Kündigungsfrist?

Alle Kreditkarten haben eine begrenzte Gültigkeitsdauer. Das Ablaufdatum liegt am Monatsende und ist auf der Kreditkarte mit Monats- und Jahresangabe (M.M./J.J.J.J.) vermerkt. Kündigst du die Kreditkarte nicht, verlängert sich die Gültigkeit meist automatisch um ein weiteres Jahr. Kurz vor Ablauf der alten Kreditkarte erhältst du per Post eine neue Kreditkarte mit neuem Ablaufdatum. Das bedeutet, dass die meisten Banken und Sparkassen auf eine spezielle Kündigungsfrist verzichten. Ist das der Fall, kündigst du üblicherweise einfach „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ oder zum Ende des laufenden Monats.

Gerade bei gebührenpflichtigen Kreditkarten empfiehlt es sich jedoch nicht, sie noch vor Ablauf der Gültigkeitsdauer zu kündigen. Die Bank ist bei einer vorzeitigen Kündigung nicht verpflichtet, die gegebenenfalls schon bezahlte Jahresgebühr für die Kreditkarte zurückzuerstatten. Kündigst du also vor Ablauf der Gültigkeit, kann es sein, dass du auf der Jahresgebühr sitzen bleibst.

Manche Banken mit Kündigungsfrist

Es gibt aber auch Banken, die auf einer Kündigungsfrist bestehen. Diese Frist beträgt dann üblicherweise drei Monate. Wann genau du in diesem Fall kündigen musst, ob zum Ende des Monats, des Quartals, des Jahres oder zu einem anderen Stichtag, kannst du den Vertragsbedingungen entnehmen.

Kreditkarte wechseln: Welche Möglichkeiten gibt es?

Banken und Sparkassen überbieten sich bei Kreditkarten ständig mit neuen, noch besseren Angeboten. Ähnlich wie bei einem Mobilfunkvertrag kann es sich deshalb durchaus lohnen, immer mal wieder zu prüfen, ob die alte Kreditkarte noch auf dem neuesten Stand ist. Ein Kreditkartenwechsel ist dann sinnvoll, wenn du feststellst, dass die Konditionen der alten Kreditkarte überholt sind bzw. es mittlerweile Kreditkarten mit vorteilhafteren Konditionen gibt. Hast du dich für einen Kreditkartenwechsel entschieden, gibt es zwei Möglichkeiten.

Erstens: Du wechselst nur die Kreditkarte, nicht aber den Herausgeber. In diesem Fall bleibt dir die Kündigung der alten Kreditkarte erspart. Du suchst dir stattdessen einfach eine neue bei deinem Anbieter heraus. Allerdings bist du dafür an die Auswahl des Anbieters gebunden.

Zweitens: Du wechselt Karte und Herausgeber. Entscheidest du dich für diesen Weg, kommst du um die Kündigung der alten Kreditkarte nicht herum. Andererseits hat der Wechsel des Herausgebers einen entscheidenden Vorteil. Bei der Wahl der neuen Kreditkarte hast du die freie Auswahl aus allen Kreditkartenangeboten des Marktes. Du bist also nicht an das Angebot eines bestimmten Herausgebers gebunden.

Grundsätzlich solltest du bei einem Wechsel auf Folgendes achten: Erst die neue Karte beantragen, danach die alte Karte kündigen. Hältst du diese Reihenfolge nicht ein, kann es passieren, dass du einige Zeit über keine Kreditkarte verfügt, denn das Versenden der neuen Karte kann etwas dauern.

Saskia arbeitet seit 2017 im Finanzbereich und hat dort auch ihr Volontariat absolviert. Ihre Schwerpunkte liegen vor allem bei den Themen Wertpapierdepot sowie Unfall- und Sterbegeldversicherung.
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