Aktien verschenken: Tesla, Amazon und Apple unterm Weihnachtsbaum

Wertpapiere sind beliebter als je zuvor. Im vergangenen Jahr haben 2,7 Millionen mehr Menschen in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierte ETFs investiert als noch 2019. Warum also nicht eine Beteiligung an Tesla, Amazon oder Apple unter den Weihnachtsbaum legen? Wir erklären, was du beachten musst, wenn du Aktien verschenken möchtest.

Früher war das Sparbuch ein Klassiker unter dem Weihnachtsbaum. Die Zeiten sind vorbei: Niedrigzinsen, Verwahrentgelt und Inflation haben diese Form der Geldanlage unattraktiv gemacht. Insbesondere bei langfristiger Geldanlage bieten breit gestreute Aktienfonds und ETFs deutlich bessere Renditechancen.

Grundstock für einen lukrativen und verantwortungsvollen Vermögensaufbau

Wertpapiere sind eine Überraschung mit langer Wirkung. Auch wenn die erste Begeisterung bei kleinen Kindern vermutlich nicht so groß sein wird, auf lange Sicht kann sich ein kleines Aktienpaket als lukrative Wertanlage herausstellen, wofür die Kleinen dann später sicherlich dankbar sein werden. Aktien können aber – bei etwas größeren Kindern – auch das Interesse am Kapitalmarkt wecken. Und so der finanzielle aber auch der ideelle Grundstock für einen verantwortungsvollen Vermögensaufbau sein.

Aktien verschenken: Das solltest du beachten

Wenn du Aktien verschenken möchtest, müssen ein paar Grundvoraussetzungen geschaffen sein:

  • Sowohl der Schenkende als auch der Beschenkte benötigen ein Depotkonto.
  • Das Depot kann nur vom Beschenkten selbst oder als Minderjährigen-Depot von Eltern für deren Kinder eröffnet werden.
  • Damit der Beschenkte keine Depotführungsgebühren entrichten muss, solltest du die Depotkonten sorgfältig vergleichen. Unser Depotkonten-Vergleich kann dir dabei helfen.
  • Du solltest die Bank unbedingt vorab über die Schenkung informieren, sonst wird automatisch die Abgeltungssteuer fällig.
  • Bei größeren Beträgen solltest du die Schenkungssteuer mit einkalkulieren und Freigrenzen überprüfen.

Online-Tool nutzen oder Auftrag schreiben

Egal, ob du einzelne Aktien oder ein ganzes Depot verschenken möchtest, viele Anbieter halten für diesen Fall ein Online-Tool bereit. Diese unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Oftmals sind diese Tools allerdings nur für den Fall geeignet sind, dass ein Übertrag zu einem Depot bei der gleichen Bank erfolgen soll. Wenn du die Wertpapiere von deiner Bank zu einem Depot eines anderen Anbieters übertragen möchtest, funktionieren diese Tools häufig nicht. In diesem Fall musst du einen Depotübertrag in Form eines schriftlichen Auftrags an deine Bank richten. Weitere Infos zum Thema findest du in unserem Ratgeber:

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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