Angst vor Inflation steigt – und mit ihr das Vertrauen in Wertpapiere

Hohe Inflation, niedrigste Zinsen und die Auswirkungen des zweiten Pandemiejahres: All diese Entwicklungen haben zunehmend Einfluss auf die Sorgen der Deutschen und ihr Sparverhalten. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der norisbank zeigt, dass die Mehrheit der Befragten aufgrund der hohen Inflation um ihr Geld fürchtet. Viele sind angesichts der neuen Situation ratlos und ziehen noch keine konkreten Konsequenzen für ihr Ausgabe- und Anlageverhalten. Doch das Vertrauen in Anlagen wie Aktien steigt.

Im November lag die Inflation bei 5,2 Prozent und knackte damit erstmals seit 1992 die Fünf-Prozent-Marke. Die stark steigende Inflation sorgt für große Verunsicherung, wie die Umfrage der norisbank zeigt. So sorgen sich allgemein derzeit 63,1 Prozent der Befragten aufgrund der hohen Inflation um ihr Geld. Viele ziehen daraus aber noch keine konkreten Konsequenzen für ihr Ausgabe- und Anlageverhalten.

Steigende Lebenshaltungskosten und reale Geldentwertung

„Betrachtet man die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage, so lässt sich daraus schließen, dass die Inflation scheinbar bislang eher mit steigenden Lebenshaltungskosten in Zusammenhang gebracht wird und weniger mit der realen Geldentwertung“, erklärt norisbank-Chef Thomas große Darrelmann. „Dabei bedeuten fast fünf Prozent Inflation auch, dass das Ersparte schon nach einem Jahr spürbar weniger wert ist.“

2.500 Euro Verlust pro Jahr

Ein Rechenbeispiel macht die Kraft der Inflation deutlich: So verlieren 50.000 Euro Ersparnisse bei fünf Prozent Inflation nach nur einem Jahr bereits 2.500 Euro an Geldwert beziehungsweise Kaufkraft. Eine solche Inflation über zwei oder drei Jahre kann dann schon ein echter Sorgentreiber für viele sein.

Inflation sorgt für Unsicherheit

Vielleicht ist das Thema der steigenden Inflation für viele Deutsche noch frisch und der Umgang damit nicht vertraut genug. Bedenkt man den starken Anstieg der Inflation zuletzt, die aktuellen Prognosen sowie die zunehmende Medienpräsenz des Themas, ist ein entsprechender Einfluss auf das Verhalten der Deutschen sicherlich zu erwarten.

Nur noch 12 Prozent fehlt das Vertrauen in Aktien

Festzustellen ist bereits: Die Einstellung zu Wertpapieren und anderen Anlageoptionen wird deutlich positiver. Während im Jahr 2020 14,1 Prozent der Befragten, die mehr Geld gespart haben, kein Vertrauen in Anlagen wie Aktien hatten, sind es aktuell nur noch 12,4 Prozent. Vor allem bei den Männern geht das Misstrauen stark zurück: 2018 hatte fast jeder Vierte (24 Prozent) kein Vertrauen in Anlagen wie Aktien – heute ist es nur noch jeder Zehnte (10 Prozent).

Dieser Trend wird gegebenenfalls auch durch die zunehmende Kenntnis über Wertpapiere verstärkt. So gab im Jahr 2018 noch fast jeder vierte Befragte (23,2 Prozent) an, sich nicht mit Anlage- und Investitionsmöglichkeiten auszukennen – drei Jahre später sind es nur noch 13,7 Prozent.

Aktien, Fonds und ETFs im Kampf gegen die Inflation

Die Suche nach attraktiven Anlagealternativen scheint gerade im Kontext von Inflation und Börsenboom das Misstrauen vieler Menschen abzuschwächen: Aktien und Fonds werden zunehmend als adäquates Mittel im Kampf gegen die Inflation betrachtet. Wenn auch du dein Erspartes in Aktien, Fonds und ETFs investieren willst, musst du dir zunächst ein Wertpapierdepot zulegen. Unser Depotkonten-Vergleich hilft dir, den passenden Anbieter zu finden:

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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