DKB-Zusatzkonten werden kostenpflichtig: Das sind die kostenlosen Alternativen

Vor wenigen Tagen hatte die DKB ihre neuen Konditionen vorgestellt. Dabei hat die Direktbank nicht nur das bedingungslos kostenlose Girokonto abgeschafft, sondern auch Gebühren für Zusatzkonten eingeführt. Die waren früher kostenlos. In Zukunft kostet jedes Unterkonto 2,50 Euro pro Monat. Wer mehrere Konten führen möchte, findet günstigere Alternativen.

Das Wichtigste in Kürze
  • DKB verlangt in Zukunft 2,50 Euro pro Zusatzkonto.
  • Comdirect oder eine Kombination aus Consorsbank  und N26 bieten gute Alternativen, wenn du mehrere Konten führen willst.
  • Wer kostenlose Kontoführung will, muss die Bedingungen vergleichen. Unser Girokonten-Vergleich hilft dir dabei:

DKB führt Gebühren für Zusatzkonten ein

Zusatz- oder Unterkonten dienen dem besseren Überblick und der einfacheren Verwaltung der eigenen Finanzen. Sie machen den Zahlungsverkehr übersichtlicher und besonders Paare und Wohn- und Lebensgemeinschaften greifen gerne auf Mehr-Konten-Modelle wie das 3-Konten-Modell zurück. Bei der DKB kann dies nun schnell teuer werden.

Zunächst einmal kostet das Hauptkonto bei der DKB zukünftig 4,50 Euro, wenn nicht mindestens 700 Euro monatlich eingehen. So steht es im neuen Preis-Leistungs-Verzeichnis, das die DKB in der vergangenen Woche vorgestellt hat. Darüber hinaus werden aber auch Zusatzkonten zukünftig mit jeweils 2,50 Euro berechnet – unabhängig vom Geldeingang.

Günstigere Alternativen

Wer also ein kostenpflichtiges Hauptkonto betreibt und zusätzlich noch zwei Nebenkonten, zahlt monatlich 9,50 Euro an die DKB. Und selbst wenn der Mindestgeldeingang monatlich erreicht wird, die 5 Euro für die beiden Unterkonten sind auf jeden Fall fällig. Das geht auch deutlich günstiger, etwa bei der comdirect oder mit einer Kombination aus Consorsbank  und N26. Allerdings muss man dazu einen genauen Blick auf die Bedingungen für die kostenlose Kontoführung werfen. Wir erklären, wie du mehrere Konten kostenlos führen kannst:

Mehrere kostenlose Konten bei comdirect

Bei der comdirect kannst du einfach mehrere Konten anlegen. Wichtig: Auf jedes der Konten müssen monatlich mindestens 700 Euro eingehen, damit sie kostenlos sind. Alternativ kannst du monatlich mit der Bankkarte (Visa-Debitkarte) oder Visa-Kreditkarte drei Zahlungen über Apple Pay oder Google Pay tätigen – oder ein Trade bzw. eine Wertpapiersparplanausführung. Auch dann ist das Konto kostenlos.

Ein Beispiel: Zwei Personen legen jeweils ein Konto bei der comdirect an, auf die jeweils monatlich mehr als 700 Euro Gehalt fließen. Außerdem legen sie ein Gemeinschaftskonto an, von dem monatlich eine Wertpapiersparplanausführung in Höhe von mindestens 25 Euro auf das zugehörige kostenlose comdirect-Wertpapierdepot gehen. In diesem Fall sind alle drei Konten und das Wertpapierdepot kostenlos.

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Bargeldabhebung weltweit

0 €

Depot (optional)

N26 als Ergänzung zum Gehaltskonto

Wenn du neben einem kostenlosen Gehaltskonto noch auf der Suche nach einem weiteren kostenlosen Konto bist, kann dir auch das bedingungslos kostenlose Standard-Konto der N26 helfen. Bei einem Gehaltseingang von mehr als 700 Euro kannst du bei verschiedene Banken dein kostenloses Hauptkonto einrichten – etwa bei der Consorsbank, der ING oder des PSD Nürnberg. Schau dazu am besten in unseren Girokonten-Vergleich. Als Zweitkonto ohne Gehaltseingang nimmst du dann das N26 Standard – denn das ist bedingungslos kostenlos. Leider kann dies jedoch nicht als Gemeinschaftskonto von zwei Personen eröffnet werden.

Bis zu 10 Spaces mit N26 Smart

Wer für sich alleine zwei Konten anlegen möchte, kann ähnlich verfahren. Bei jedem einzelnen Konto müssen allerdings die Bedingungen für eine kostenlose Kontoführung erfüllt werden, sonst fallen Gebühren an. Eine interessante Alternative für Multibanking bietet N26 mit ihrem Kontomodell Smart: Das kostet 4,90 Euro pro Monat, bietet aber die Möglichkeit, bis zu 10 Spaces (Unterkonten) mit eigener IBAN anzulegen.

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Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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