Finanztest: Kaum noch kostenlose Girokonten

Die Zahl der kostenlosen oder günstigen Girokonten ist nach einer Auswertung der Zeitschrift Finanztest weiter gesunken. Neben den monatlichen Abgaben sind bei zahlreichen Instituten weitere Gebühren hinzugekommen. Bis zu 360 Euro kostet ein Girokonto laut Finanztest pro Jahr. Ein Wechsel kann sich in vielen Fällen lohnen. 

Das Wichtigste in Kürze:
  • Laut Finanztest gibt es noch 12 bedingungslos kostenlose Girokonten.
  • Das teuerste Girokonto im Vergleich kostet 360 Euro pro Jahr – das Einsparpotenzial ist also erheblich.
  • Unser Girokonten-Vergleich hilft dir, das passende Girokonto zu finden:

12 Girokonten bedingungslos kostenlos

Kostenlose Girokonten werden immer rarer: Im Vergleich von 432 Kontomodellen von 165 überregionalen und regionalen Banken findet Finanztest immerhin noch 12, die ohne Bedingungen kostenlos sind. Für Kundinnen und Kunden, die neben Onlinebanking auch Filialleistungen vor Ort beanspruchen möchten, sind noch 9 Girokonten bedingungslos gratis.  

Bis zu 360 Euro jährlich sparen

Die jährlichen Kontoführungsgebühren für ein Girokonto können zwischen 0 und 360 Euro betragen, zeigt der Vergleich. Als günstig ordnet die Stiftung Warentest Girokonten ein, die bis zu 60 Euro im Jahr kosten. Ein solcher Betrag ist mit Blick auf Serviceleistungen der Banken wie der Aufstellung von Geldautomaten und der Bereitstellung von sicherer Technik für Onlinebanking-Verfahren vertretbar. Wer für sein Gehalts- oder Rentenkonto mehr bezahlt, dem rät Finanztest zum Wechsel.

Unser Testsieger N26

Unser aktueller Testsieger N26 fällt nicht unter die 12 bedingungslos kostenlosen Girokonten. Dennoch bleibt unsere Einschätzung bestehen. Der Grund: Das N26 Standard bietet kostenlose Kontoführung unabhängig von Nutzung oder Geldeingang. Allerdings musst du einmalig 10 Euro zahlen, wenn du eine physische Karte haben möchtest. Diese einmalige Zahlung hat Finanztest im ersten Jahr als Jahresgebühr gewertet. Im zweiten Jahr ist die Kontoführung kostenlos. Wird nur die digitale Karte benutzt, entfällt diese Gebühr ohnehin. Als Kundin und Kunde der N26 sollte dein Banking überwiegend digital, mobil und bargeldlos ablaufen. Dafür bietet die Bank ideale Voraussetzungen.

Vergleichen wird schwieriger

Die Preise und Leistungen unterschiedlicher Girokonten zu vergleichen, wird zunehmend schwieriger. Das liegt vor allem daran, dass die Banken in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Gebühren eingeführt haben. So werden je nach Institut und Tarif teilweise Gebühren für Überweisungen, Auszahlungen und Karten-Zahlungen verlangt. Unser Girokonten-Vergleich hilft dir dabei, den Überblick zu bewahren:

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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