Trendwende beim Verwahrentgelt: ING schafft Negativzinsen ab

Vater und Kind heben Geld am Automaten ab

Nach Jahren rückläufiger und zuletzt negativer Sparzinsen läutet die ING Deutschland die Trendwende ein: Zum 1. Juli steigt der Freibetrag, für den kein Entgelt mehr nötig ist, von 50.000 auf 500.000 Euro. Dann sollen 99,9 Prozent der insgesamt mehr als 9 Millionen Kunden nichts mehr für ihre Einlagen zahlen müssen.

Alle Infos in Kürze:
  • ING schafft Negativzinsen für fast alle Kundinnen und Kunden ab.
  • Das Girokonto der ING ist kostenlos, wenn du unter 28 Jahren alt bist oder monatlich 700 Euro Gehalt, Rente oder Pension auf das Konto fließen.
  • Kostenlos Geld abheben – fast überall: An 97 Prozent aller Geldautomaten in Deutschland und im Euroraum mit deiner VISA Card ab 50 Euro.

Verwahrentgelt entfällt für 99,9 Prozent der Kundinnen und Kunden

ING verabschiedet sich als erste große Privatkundenbank von Negativzinsen. Die Onlinebank schafft Verwahrentgelte für fast alle Kundinnen und Kunden in Deutschland ab, der Freibetrag steigt auf 500.000 Euro. „Mit der Erhöhung des Freibetrags für Guthaben auf dem Giro- und Extra-Konto entfällt das Verwahrentgelt für 99,9 Prozent unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING in Deutschland. „Wir haben als eine der letzten Banken ein Verwahrentgelt eingeführt und schaffen es als eine der ersten quasi wieder ab. Unser Versprechen, mit Wegfall der Minuszinsen das Verwahrentgelt zu streichen, lösen wir für fast alle Kunden damit schon vor einer Entscheidung der Europäischen Zentralbank ein.“

Weiterer Pluspunkt für das Girokonto der ING

Die ING setzt damit die Konkurrenz unter Druck, ihr zu folgen. Zumal das Girokonto der ING mit kostenloser Kontoführung und kostenloser VISA Card (Debitkarte) auftrumpft. Allerdings muss dafür monatlich ein Gehalt, eine Rente oder eine Pension in Höhe von mindestens 700 Euro auf das Konto fließen. Sonst kostet die Kontoführung monatlich 4,90 Euro.

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Wegfall des Verwahrentgelts gilt für neue und alte Verträge

Kundinnen und Kunden, die ab dem 1. Juli 2022 ein Konto bei der ING eröffnen, stimmen bereits den Allgemeinen Geschäftsbedingungen inklusive der neuen Freibeträge zu. Für Eröffnungen vor diesem Datum sowie Bestandskunden, die bereits einem Verwahrentgelt für Guthaben über 50.000 Euro zugestimmt haben, gelten die Freibeträge von 500.000 Euro pro Konto ab diesem Zeitpunkt ebenfalls automatisch.

Die ING erwartet, durch die Erhöhung der Freibeträge insbesondere auch die Kundeninnen und Kunden zu überzeugen, die den Allgemeinen Geschäftsbedingungen inklusive Verwahrentgelt bisher noch nicht zugestimmt haben. Allerdings kostet – so steht es in den neuen AGBs – die physische Girokarte dann 99 Cent pro Monat. Eine virtuelle Card ist inklusive.

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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