Sparkasse verlangt 3 Euro für Überweisung am SB-Terminal

3 Euro pro Überweisung am SB-Terminal, 30 Cent bei Kartenzahlungen – eine Sparkasse sorgt mit neuen Gebühren für Aufregung. Wer den Service einer Filialbank weiter nutzen möchte, muss dafür zahlen. Online-Banking geht deutlich billiger, wie unser Girokonten-Vergleich zeigt.

Das Wichtigste in Kürze:
  • 3 Euro pro Überweisung verlangt die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, wenn die Kontoführungsgebühren die Nutzung von SB-Terminals nicht ausdrücklich beinhalten.
  • Auch das Bezahlen mit der Sparkassen-Card kostet für einige Kundinnen und Kunden jetzt extra.
  • Es geht auch günstiger! Unser Girokonten-Vergleich hilft dir, das passende Angebot zu finden:

Sparkassen wollen sparen

Weg vom Schalter, hin zum Selbst-Bedienungs-Terminal (SB-Terminal) – das war lange die Marschroute der Filialbanken. So sollte Personal abgebaut und Kosten eingespart werden. Aber auch die SB-Terminals kosten Geld. Nun folgt offenbar die nächste Stufe: Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg verlangt von Kundinnen und Kunden, deren Kontoführungsgebühren die Nutzung von SB-Terminals nicht ausdrücklich beinhalten, 3 Euro je Überweisung.

Wer keinen teuren Tarif wählt, muss pro Überweisung zahlen

Wer sich also nicht für den Filial-Tarif für 10,95 Euro pro Monat oder sogar den FilialFlat-Tarif für 12,95 Euro pro Monat entscheidet, wird bei jeder Überweisung am SB-Terminal zur Kasse gebeten – genauso als würde er die Überweisung am Schalter tätigen. Das Gleiche gilt für die Einrichtung eines Dauerauftrags.

30 Cent pro Zahlung mit der Sparkassencard

Und das ist nicht die einzige Gebühr, die sich die Sparkasse Lauenburg hat einfallen lassen. Wer den Kompakt-Tarif (5,95 Euro pro Monat) oder den Filial-Tarif wählt, muss ab der 11. Zahlung mit der Sparkassencard jeweils 30 Cent zuzahlen. Und die Sparkasse Lauenburg ist kein Einzelfall. Immer mehr Filialbanken versuchen offenbar, über zusätzliche Gebühren ihre Kundinnen und Kunden vom Schalter und nun auch von den SB-Terminals zu vertreiben.

Deutlich günstigere Angebote

„Ein riskantes Unterfangen“, erklärt zaleo.-Geschäftsführer Bernhard Weinrich. „Die Filialen waren immer das Aushängeschild der Sparkassen und Volksbanken. Wenn sie jetzt verstärkt auf Online-Banking setzen, fällt dieses Alleinstellungsmerkmal weg. Und Online-Banking bieten viele Direktbanken deutlich günstiger an, wie unser Girokonten-Vergleich zeigt.“

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.

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