7,9 Prozent: Die Inflation frisst unser Erspartes

Die Inflation ist im Mai weiter gestiegen – und frisst sich immer tiefer in die Budgets der Verbraucherinnen und Verbraucher. Auch Erspartes bleibt nicht verschont. Durch kluges Investment kannst du dein Geld vor der Inflation schützen.

Alle Infos in Kürze:
  • Die Inflationsrate ist im Mai auf 7,9 Prozent gestiegen.
  • Dauerhafte Inflation führt zu starken Wertverlusten bei geringverzinsten Geldanlagen auf Giro-, Tages- oder Festgeldkonten.
  • Mit einem Aktien-Depot lassen sich Investitionen tätigen, deren Rendite bei kalkulierbaren Risiken gegen die Inflation bestehen kann:

Höchste Inflation seit Wiedervereinigung

Die Inflation in Deutschland steigt weiter. Die Verbraucherpreise lagen im Mai um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Eine so hohe Inflation hat es in Deutschland seit der Wiedervereinigung nicht gegeben. In den alten Bundesländern gab es ähnlich hohe Werte zuletzt im Winter 1973/1974. Damals waren die Mineralölpreise infolge der ersten Ölkrise stark gestiegen.

Starke Preisanstiege bei Energie und Lebensmitteln

Preistreiber sind vor allem die Energiepreise, die im Mai um 38,3 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen sind. Aber auch Nahrungsmittel verteuerten sich mit 11,1 Prozent überdurchschnittlich. Die Inflation frisst sich immer tiefer in die Budgets der Verbraucherinnen und Verbraucher. Viele machen sich Sorgen und verzichten auf nicht notwendige Anschaffungen. Doch auch Erspartes bleibt nicht von der Inflation verschont.

Wie der Wert des Geldes unter dem Kopfkissen schwindet

Das Problem: Die Inflation frisst unser Erspartes. Seit dem Beginn der Corona-Krise haben viele Menschen Geld angespart. Wer sein Geld jedoch langfristig auf dem Girokonto oder unter dem Kopfkissen aufbewahrt, muss hohe finanzielle Verluste hinnehmen. Unser Rechenbeispiel macht die Kraft der Inflation deutlich:

Mehr als 3.500 Euro Verlust pro Jahr

Bei einer Inflation von 7,9 Prozent verlieren deine Ersparnisse in Höhe von 50.000 Euro nach nur einem Jahr rund 3.660 Euro an Kaufkraft. Eine solche Inflation über zwei oder drei Jahre kann dann schon ein echter Sorgentreiber sein.

Wer Rendite will, muss aktiv werden

Wer sich jetzt nicht aktiv um sein Geld kümmert, wird es auf Dauer verlieren. Und auch wenn Verwahrentgelte bald der Vergangenheit angehören dürften: Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten taugen in Zeiten von Niedrigzinsen nicht, um den Wertverlust durch die Inflation auszugleichen. Mit einem Aktien-Depot lassen sich hingegen Investitionen tätigen, deren Rendite selbst bei kalkulierbaren Risiken gegen die Inflation bestehen kann.

Durchschnittliche Rendite von 8 Prozent

Ein Beispiel: Wer sein Geld im Jahr 1990 in den DAX investiert hat, hat bis heute eine Rendite von rund 8 Prozent pro Jahr erzielt – und damit die Inflation deutlich geschlagen. Wenn du in DAX-Unternehmen investieren möchtest, kannst du dies bequem und kostengünstig in Form eines ETF.

Tipp der Redaktion: Breit streuen, Risiko verringern

Ratsam ist, dein Investment noch breiter zu streuen. Das funktioniert zum Beispiel mit einem ETF auf den MSCI World – ein Indexfonds, der die Wertentwicklung von mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Industriestaaten bündelt. Darunter sind Firmen wie Microsoft, Amazon, Facebook und Tesla – aber auch Deutschlands größter IT-Konzern SAP oder der Industriekonzern Linde.

Vergleichen und den passenden Anbieter finden

Voraussetzung ist allerdings ein Depotkonto, mit dem du deine Aktien und Fonds kaufen und verkaufen kannst. Neben der richtigen Anlagestrategie solltest du deine Depotbank sorgfältig auswählen, um dein Portfolio optimal aufstellen zu können und Kosten zu sparen. Unser Depotkonto-Vergleich hilft dir, den Anbieter zu finden, der zu dir passt und wenig kostet.

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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