Ginmon: Der Robo-Advisor im Profil

Robo-Advisor

  • 10 Portfolios zur Auswahl
  • Risikominimierung durch Diversifikation
  • Eröffnung in wenigen Minuten
Pro
  • Gute Portfolio-Auswahl
  • Moderate Gebühren unter 1 Prozent
  • Ausgefeilte Robo-Technologie
Kontra
  • Einmalanlage erst ab 1.000 Euro

Ginmon ist einer der bekanntesten Robo-Advisors hierzulande. Der digitale Vermögensverwalter punktet mit anpassbaren Portfolios, moderaten Gebühren und einer ausgefeilten Anlagestrategie.

Damit du einschätzen kannst, ob Ginmon der richtige Robo-Advisor für dein Sicherheitsgefühl ist, zeigen wir dir als Erstes, wie Produktauswahl und Strategie aufgestellt sind. Ob Ginmon auch für deinen Geldbeutel passt, klären wir anschließend in dem Abschnitt zum Thema Kosten von Ginmon.

Große Produktauswahl in mehreren Portfolios

Ginmon bietet zehn verschiedene Portfolios an, die sich hinsichtlich des Risikos und der Renditechance unterscheiden. Damit kannst du also ein Portfolio wählen, das deiner Lebenssituation und deinen Sparzielen entspricht. Erreicht wird das durch eine unterschiedliche Zusammensetzung der Portfolios. Alle Portfolios investieren ausschließlich in Exchange Traded Funds (ETFs). Entscheidend ist aber, welche Branchen die zugrundeliegenden Indizes abbilden und mit welchem Anteil die einzelnen ETFs im Portfolio vorhanden sind. Letztendlich besteht jedes Portfolio aus neun bis 13 verschiedenen ETFs, die in Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilien anlegen. 

Immobilien indirekt im Portfolio

Die Immobilienanlage erfolgt dabei nicht direkt in physische Immobilien, sondern über einen Umweg in börsennotierte Immobilienunternehmen.

Strategien der Vermögensverwaltung

Die Aufteilung des Portfolios auf mehrere Anlageklassen dient einer grundlegenden Absicherung deiner Geldanlage. Dabei erfüllen die verschiedenen Anlageklassen bei Ginmon unterschiedliche Zwecke im Portfolio.

  • Aktien: hauptsächlich für Renditezwecke im Portfolio
  • Anleihen: Sie sorgen einerseits für ein regelmäßiges Einkommen aus Zinskupons. Anderseits erfüllen sie auch einen gewissen Inflationsschutz und bieten zusätzliche Absicherung
  • Rohstoffe: Energie- und Industrierohstoffe bieten ebenfalls Inflationsschutz, Gold und Silber hingegen Sicherheit bei Kursschwanken an Aktien- und Anleihemärkten.
  • Immobilien: Sie sichern das Portfolio ebenfalls gegen Inflation ab.

Daneben folgt der Robo-Advisor den Strategien des Faktor-Investings und der antizyklischen Anlage. Der Algorithmus ist also einerseits immer auch auf der Suche nach unterbewerteten Aktien kleinerer Unternehmen. Andererseits investiert er in Branchen und Anlageklassen, die – z. B. aus saisonalen Gründen -, momentan weniger gefragt und daher günstiger im Einkauf sind.

Überschaubare Kosten für Service und ETFs

Wie bei digitalen Vermögensverwaltern üblich, ist auch die Gebühren-Struktur bei Ginmon relativ simpel. Im Grunde gibt es nur eine Service-Gebühr, mit der alle Dienstleistungen des Unternehmens – also sowohl Transaktionen als auch die Verwahrung der Wertpapiere – abgedeckt sind. Derzeit beträgt die Gebühr 0,75 Prozent der Anlagesumme (Stand: September 2020). Dabei gibt der Anbieter bis Ende 2020 die Mehrwertsteuersenkung an die Kund:innen weiter; vorübergehend beträgt die Gebühr daher sogar nur 0,73 Prozent. Hinzu kommen die laufenden Kosten der ETFs selbst. Je nach ETF können das schlanke 0,07 oder aber auch 0,49 Prozent im Jahr sein; im Durchschnitt liegen die ETF-Kosten bei 0,21 Prozent. Du kannst also damit rechnen, dass du für Service und ETFs im Jahr weniger als 1 Prozent deiner Anlagesumme zahlst.

Einmalinvestition oder Sparplan?

Du kannst bei Ginmon entweder mit Einmalanlagen oder im Rahmen eines Sparplans investieren. Für eine Einmalanlage solltest du jedoch schon ein wenig Gespartes erübrigen können. Denn die Mindesteinlagesumme beträgt 1.000 Euro. Das ist in Ordnung: Es gibt Anbieter, die deutlich höhere Einstiege von 5.000 bis 10.000 Euro vorsehen. Doch nicht jede:r kann so viel auf einmal aufbringen. Mit einem Sparplan fällt der Einstieg da einfacher. Ab 50 Euro im Monat kannst du mit Ginmon sparen.

FAQ: Häufige Fragen zu Ginmon

Robo-Advisors sind trotz des ETF-Booms der letzten Jahre immer noch vielen Menschen unbekannt. Wahrscheinlich hast auch du ähnliche Fragen zu Ginmon wie andere Nutzer im Netz. Daher haben wir hier die wichtigsten Fragen zu Ginmon gesammelt und kurz beantwortet.

Wer steckt hinter Ginmon?

Hinter dem Robo-Advisor steht die Ginmon Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. „Ginmon“ kommt aus dem Japanischen und heißt übersetzt „silbernes Tor“. Das Unternehmen wurde Ende 2014 gegründet und ist damit trotz des jungen Alters einer der dienstältesten in Deutschland tätigen digitalen Vermögensverwalter.

Mit welcher Bank arbeitet Ginmon zusammen?

Die Depotverwaltung liegt bei der DAB Bank, die mittlerweile Teil der Großbank BNP Paribas ist. Damit gilt auch die übliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro.

Wieviel Vermögen verwaltet Ginmon?

Der Gesamtwert der Assets under Management (AUM) belief sich laut Ginmon-Factsheet im April 2020 auf 100 Mio. Euro.

Ginmon vs. Scalable Capital vs. Growney

Die drei Anbieter nehmen sich hinsichtlich der Gebühren nicht viel. Hier liegen sie sehr nah beieinander. Bei der Produktauswahl hat Scalable Capital deutliche Vorteile. Dafür ist der Einstieg in die Geldanlage bei Growney schon mit geringeren Beträgen möglich. Ginmon positioniert sich bei diesen Kriterien genau zwischen den Konkurrenten: Mehr Produktauswahl als Growney. Gleichzeitig niedrigere finanzielle Einstiegshürden als bei Scalable Capital.  

Robo-Advisor

Mindesteinlage:

1000 Euro

Mindestsparrate:

50 Euro

Portfolios:

10 Stück

Robo-Advisor

Mindesteinlage:

10.000 Euro

Mindestsparrate:

50 Euro

Portfolios:

23 Stück

Robo-Advisor

Mindesteinlage:

500 Euro

Mindestsparrate:

25 Euro

Portfolios:

5 Stück

Video: Ginmon-Konto eröffnen in wenigen Schritten

Wenn du ein Anlagekonto bei Ginmon eröffnen möchtest, kannst du das komplett online und in wenigen Minuten erledigen. Im ersten Schritt musst du Angaben u.a. zu Identität und Wohnadresse machen. Außerdem wirst du zu deinen persönlichen Anlagezielen und zu deiner Risikobereitschaft befragt. Anschließend gibst du an, wieviel du einmalig und/oder im Sparplan anlegen möchtest. Aus diesen Angaben erstellt dir Ginmon dein persönliches Portfolio. Ist deine Depoteröffnung bestätigt, beginnt der Robo-Advisor mit der Anlage. Ab diesem Zeitpunkt musst du nichts weiter machen, als ab und zu mal die Kurse zu checken – und auch das nur, wenn du magst.   

Matthias arbeitet seit 2015 für verschiedene Vergleichsportale. Seine Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Wertpapierdepot, Kranken- und Rentenversicherung sowie Baufinanzierung.

Erfahrungen mit Ginmon: Meinungen, Fragen, Austausch

Du hast bereits Erfahrungen mit Ginmon sammeln können? Oder hast du Fragen zum Robo-Advisor? Gern kannst du dich mit uns und der Community austauschen.

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