Aktiensparplan: Warum sich der Einstieg jetzt lohnt

Die Aktienmärkte haben durch die Corona-Krise einen historischen Einbruch erlebt. Aktien-Gewinne haben sich innerhalb von wenigen Tagen in Luft aufgelöst. Auch wenn der Dax jüngst wieder Boden gut gemacht und zwischenzeitlich die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten erreicht hatte, der Handel bleibt hochgradig nervös. Den richtigen Zeitpunkt zum Kauf und Verkauf von Aktien und zum Ein- und Ausstieg an der Börse kennt niemand. Der richtige Zeitpunkt, einen Aktiensparplan anzulegen, gibt es hingegen schon: jetzt! Wer regelmäßig und langfristig investiert, braucht die aktuellen Schwankungen nicht zu fürchten. Er profitiert indirekt sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen.

Cost-Average-Effekt nutzen

Der Durchschnittskosteneffekt (engl. Cost-Average-Effekt) beschreibt die Folge der Verteilung einer Investition in eine Anlage über einen längeren Zeitraum. Die Wertschwankungen der Wertpapiere führen dazu, dass Anleger für einen gleichbleibenden Betrag bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile kaufen. Gerade in unsicheren Zeiten mit starken Kurschwankungen macht sich dieser Effekt besonders bemerkbar. Durch die regelmäßige Einzahlung stellt sich bei einem Aktiensparplan die Frage nach dem einen richtigen Einstiegszeitpunkt nicht mehr. Fallen die Kurse nach der ersten Investition, werden beim nächsten Mal mehr Anteile zu günstigeren Konditionen erworben. Steigen die Kurse, werden mit den bereits erworbenen Anteilen erste Gewinne mitgenommen. Mit anderen Worten: Wer jetzt mit einem Aktiensparplan einsteigt und langfristig investiert, profitiert von den aktuellen Kursschwankungen. Doch ein gewisses Risiko bleibt auch bei dieser Form des Wertpapierhandels. Die wichtigste Voraussetzung für eine positive Wirkung des Cost-Average-Effekt ist, dass der Kurs nach dem Auf und Ab des Fonds im späteren Verlauf ansteigt. Und das kann niemand garantieren.

Geringe Kosten mit einem ETF-Sparplan

Wer Geld anlegen möchte, sollte unbedingt auf die Kosten achten. Das regelmäßige Investment in einen ETF-Sparplan spart Kosten gegenüber gemanagten Fonds, die häufig hohe Ausgabeaufschläge verlangen und die Rendite durch hohe laufende Kosten schmälern. Über ETFs (Exchange Traded Funds) beteiligen sich Anleger an der Entwicklung von Unternehmen in Börsenindizes, zum Beispiel an allen 30 Firmen, die im Dax gelistet sind. Die ETFs werden nicht gemanagt, ein Fondsmanager ist also nicht nötig. In den vergangenen Jahren haben sich ETFs zu einem der beliebtesten Investments an der Börse entwickelt. Das liegt vor allem daran, dass ETFs sowohl von renditeorientierten als auch risikobewussten Anlegern als lohnendes Investment betrachtet werden.

Depotkonto-Vergleich: So finden Sie den passenden Anbieter 

Neben den Kosten für den Sparplan müssen auch die Kosten für das Depotkonto einkalkuliert werden. Depotgrundgebühren, Kosten pro Order und die daraus resultierenden Gesamtkosten pro Jahr sollten verglichen werden. Viele Online Broker haben die Depotgrundgebühr mittlerweile abgeschafft. Doch Vorsicht: Einige Anbieter koppeln dies an eine Mindestanzahl an Orders oder sonstige Bedingungen. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen! Bei welchem Online Broker Sie günstige Depots eröffnen und die meisten ETF-Sparpläne abschließen können, ermitteln Sie am besten mit einem Depotkonto-Vergleich.  Hier finden Sie die wichtigsten Kosten für Depotführung und Orders, Aber auch weitere Faktoren wie das Handelsangebot der Depotbank, die Anzahl der Sparpläne und das Serviceangebot werden verglichen und helfen Ihnen bei Ihrer Entscheidung für den passenden Online Broker.

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Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
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