Sparkasse Duisburg erhöht Gebühren für Girokonten

Sparkassen-Gebäude

Die Sparkasse Duisburg dreht an der Preisschraube: Ab November müssen Kund:innen je nach Konto-Modell bis zu zehn Prozent mehr für ihr Girokonto zahlen. Der Preis für Überweisungen am SB-Terminal verdoppelt sich bei einigen Varianten.

Am stärksten betroffen sind die einfachen Kontomodelle „Klassik“ und „Basiskonto Klassik“. Die monatlichen Gebühren steigen von 4,98 Euro um zehn Prozent auf 5,48 Euro. Die Varianten „Komfort“ und „Basiskonto Komfort“ steigen von 8,98 Euro um knapp sechs Prozent auf 9,48 Euro. Das Geschäftskonto kostet in Zukunft 7,49 Euro – ein Plus von rund sieben Prozent. Bei den „Klassik“-Varianten verdoppelt sich zudem der Preis für Überweisungen am SB-Terminal von 20 auf 40 Cent. Der Preis für eine Überweisung per Online-Banking bleibt bei 20 Cent.

Bereits Anfang des Monats hatten wir über die Probleme vieler deutscher Sparkassen berichtet. Preiserhöhungen, Filialschließungen und Personalkürzungen sind die Konsequenzen, wenn die Kreditinstitute ihre Kosten nicht in den Griff bekommen. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Duisburg hatte bereits vor fünf Jahren ein umfangreiches „Vertriebswege- und Standortekonzept“ beschlossen – der Rückzug aus einzelnen Stadtteilen und die Zusammenlegung von Filialen waren die Folge. Begründet wurden diese Schritte mit dem Trend, dass Banking immer mehr über den heimischen PC, das Tablet, das Smartphone oder über das Service-Center erledigt wird.

Kostenlose Alternativen mit gutem Service

Doch genau dort liegt das Problem der Sparkassen: Warum sollen Kund:innen, die ihr Banking online erledigen, ein teures Girokonto abschließen, wenn es gute, kostenlose Alternativen gibt? Auch die Versorgung mit Bargeld ist bei den meisten Direktbanken kein Problem mehr, da sie entweder einem Netzwerk wie Cash Group oder Cash Pool angehören oder eine kostenlose Kreditkarte anbieten, mit der im Euroraum an jedem Geldautomaten kostenlos Bargeld abgehoben werden kann.

In unserem Girokonto-Vergleich findest du gleich mehrere Angebote, die bedingungslos kostenlos sind – also ohne Voraussetzungen wie einen monatlichen Mindesteingang.  Dazu gehört etwa das Top-Girokonto der norisbank, unser aktueller Testsieger. Im Augenblick zahlt die norisbank sogar eine Wechselprämie in Höhe von 100 Euro, wenn über den Online-Kontowechselservice mindestens fünf Zahlungspartner (z.B. Gehalt, Rente, Miete, Strom, Handy) umziehen. Andere Konten setzen einen monatlichen Mindestgehaltseingang voraus, etwa 700 Euro beim ING Girokonto. Ist diese Bedingung erfüllt, sind aber auch diese Konten kostenlos. Eine Übersicht findest du in unserem Girokonten-Vergleich:

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
Stilisierte Sprechblasen in Schwarzweiß Diskussionsforum
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