Die Inflation frisst unser Erspartes: So kannst du dich schützen

Die Zahl ist ein Schock: Die Verbraucherpreise lagen im Juli fast vier Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Deutschen müssen aktuell also weit mehr für Waren und Dienstleistungen bezahlen als im Vorjahr. Da kommen alte Ängste hoch: Eine dauerhaft hohe Inflation könnte Löhne auffressen und Ersparnisse entwerten – wie in den 1970er Jahren. Durch kluges Investment kannst du dein Geld vor der Inflation schützen.

Knapp vier Prozent! Die Meldung ließ nun selbst ruhigere Gemüter aufschrecken: Um 3,8 Prozent ist die Inflationsrate im Juli nach einer ersten Schätzung im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Zwar ist ein Recheneffekt – ausgelöst durch die Senkung der Mehrwertsteuer im Juli 2020 – mitverantwortlich für die hohe Steigerung. Doch schon im Juni war die Rate mit 2,3 Prozent vergleichsweise hoch gewesen. Man muss Jahrzehnte zurückgehen, um ähnlich hohe Werte zu finden.

Wie der Wert des Geldes unter dem Kopfkissen schwindet

Das Problem: Die Inflation frisst unser Erspartes! Mit dem Beginn der Corona-Krise haben viele Menschen wieder vermehrt auf Bargeld und Barvermögen gesetzt. Wer sein Geld jedoch langfristig unter dem Kopfkissen aufbewahrt, geht hohe finanzielle Verluste ein. Wer zum Beispiel im Jahr 1990 den Wert von 10.000 Euro (damals natürlich in D-Mark) unter sein Kopfkissen gelegt hat, hat bis heute durch die Inflation einen Wertverlust von 72,7 Prozent hinnehmen müssen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wertverfall von rund 234 Euro pro Jahr.

Wer Rendite will, muss aktiv werden

Wer sich jetzt nicht aktiv um sein Geld kümmert, wird es auf Dauer verlieren. Girokonten und Tagesgeldkonten taugen in Zeiten von Niedrigzinsen und Verwahrentgelt allerdings nicht mehr, um den Wertverlust durch die Inflation auszugleichen. Mit einem Aktien-Depot lassen sich allerdings Investitionen tätigen, deren Rendite selbst bei kalkulierbaren Risiken gegen die Inflation bestehen kann.

Breit streuen, Risiko verringern

Ein Beispiel: Wer sein Geld im Jahr 1990 in den DAX investiert hat, hat bis heute eine Rendite von knapp 8 Prozent pro Jahr erzielt – und damit die Inflation deutlich geschlagen. Wenn du in DAX-Unternehmen investieren möchtest, kannst du dies bequem und kostengünstig in Form eines ETF.

Wenn du deine Anlage noch breiter streuen möchtest, kannst du dies etwa mit einem ETF auf den MSCI World – ein Indexfonds, der die Wertentwicklung von mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Industriestaaten bündelt. Darunter sind Firmen wie Microsoft, Amazon, Facebook und Tesla – aber auch Deutschlands größter IT-Konzern SAP oder der Industriekonzern Linde.

Vergleichen und den passenden Anbieter finden

Voraussetzung ist allerdings ein Depotkonto, mit dem du deine Aktien und Fonds kaufen und verkaufen kannst. Neben der richtigen Anlagestrategie solltest du deine Depotbank sorgfältig auswählen, um dein Portfolio optimal aufstellen zu können und Kosten zu sparen. Unser Depotkonto-Vergleich hilft dir, den Anbieter zu finden, der zu dir passt und wenig kostet.

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.

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