Betrug im Brokerage: So schützt du deine Anlagen

Das Internet ist ein Ort fast unbegrenzter Möglichkeiten. Leider wissen das auch Betrügerinnen und Betrüger. Während Menschen früher hauptsächlich über das Telefon oder an der Wohnungstür um ihr Geld gebracht wurden, finden solche Abzocken heute meist über das Internet statt. Wir zeigen dir, in welchen Anlagebereichen du aufpassen solltest und wie du dich schützt.

Grundsätzlich kann man zwei wesentliche Formen des Betrugs im privaten Anlagebereich unterscheiden: Spekulative Kursprognosen für Wertpapiere einerseits und Scamming andererseits. Wir schauen uns diese beiden Bereiche deshalb auch getrennt voneinander an, damit leichter zu verstehen ist, worin der Betrug besteht.

Die vielen Facetten des Scammings

Scamming ist Betrug in Reinkultur. Scammer wollen nichts anderes als dein Geld. Egal, mit welcher Masche sie auftreten, ihr Ziel ist es immer, ihren Opfern möglichst viel Geld abzunehmen. Bekannt sind sogenannte Romance Scammer, die auf Dating-Portalen unterwegs sind. Oder auch die berühmt-berüchtigten Spam-Mails aus Nigeria gehören in diese Kategorie des Betrugs.

Aktuelle Liste der Scammer

Wir haben betrügerische Webseiten in einer Liste gesammelt. Über 500 vermeintliche Broker sind hier aufgeführt. Die Liste wird von uns ständig gepflegt und um neue Verdachtsfälle erweitert. Ein regelmäßiger Check der Liste kann dich also vor einem bösen Reinfall bewahren.

Im Finanzbereich versuchen Scammer unter verschiedenen Deckmänteln an das Geld ihrer Opfer zu gelangen: Sie geben sich zum Beispiel als Online-Broker, Fondsgesellschaften oder Vermögensberatungen aus. Dazu passend haben sie – mehr oder weniger professionell gestaltete – Webseiten aufgesetzt, die das Bild des vermeintlich sauberen Finanzunternehmens unterstützen sollen. Schaut man jedoch genauer hin, kriegt das Bild schnell Risse. Unseriöse Vermögensberatungen kontaktieren ihre Opfer auch noch direkt per Post oder Telefon. Mit unseren Warnsignalen, um Scammer zu erkennen, kannst du leicht klären, ob es sich um ein seriöses oder unseriöses Angebot handelt. Bei letzterem solltest du schnellstmöglich Abstand nehmen.

Love Scam

Auch über das so genannte Love-Scamming versuchen Betrüger, an dein Geld zu kommen. Haben sie sich dein Vertrauen erstmal erschlichen, schicken sie dir Links zu vermeintlich seriösen Kryptowährungsplattformen oder ausländischen Anbietern, bei denen du ein Depot eröffnen sollst. Wie genau die Masche funktioniert, liest du in unserem Ratgeber Love Scam.

Viele Scammer begnügen sich damit, ihre Opfer mit Einschmeichelungen, falschen Versprechungen oder Warnungen und Drohungen dazu zu bewegen, mehr Geld auf das „Firmen“-Konto einzuzahlen. Manchmal wenden sie jedoch auch Phishing-Techniken an, um sich direkten Zugriff auf die Computer ihrer Opfer zu verschaffen. Ein in letzter Zeit häufig genutzter Trick: Die Scammer geben vor, für die Installation ihrer Trading-Software Zugriff auf deinen Computer zu benötigen. Per Fernwartungs-Software wie AnyDesk oder Teamviewer können sie anschließend zum Beispiel deinen Computer nach Passwörtern durchsuchen und sich in dein Online-Banking einloggen.  

So gehst du gegen Scammer vor

Bist du bereits in die Fänge von Betrügerinnen oder Betrügern geraten, lautet die Devise: Bloß kein Geld mehr zahlen an den Scammer. Egal, welche Drohungen und Argumente vorgebracht werden: Jeder Euro ist einer zu viel. Außerdem solltest du natürlich deine Bank und die Behörden darüber informieren. Was du sonst noch alles tun kannst, liest du in unserem Ratgeber zum Vorgehen bei Betrugsseiten.  

Betrug mit unseriösen Börsenbriefen

Neben diesen offensichtlichen Betrügereien gibt es jedoch auch etwas subtilere Formen. Dazu gehören etwa manche Börsenbriefe, in denen vermeintliche Vorhersagen bevorstehender Kurszuwächse getroffen werden. In den meisten Fällen beziehen sich diese Vorhersagen auf sogenannte Pennystocks, also sehr billige Aktien von seit langer Zeit kriselnden Unternehmen. Diese Aktien sind bereits für wenige Cent handelbar.

Betrügerinnen und Betrüger, die auf diese Weise vorgehen, kaufen viele Aktien eines solchen Pennystocks und bewerben die Aktie anschließend offensiv in Foren, Börsenbriefen per E-Mail oder in sozialen Medien. Sie hoffen auf möglichst viele Menschen, die ebenfalls in die Aktie investieren und so den Kurs ansteigen lassen. Das kann dann tatsächlich auch passieren. In der Regel haben aber nur Betrügerinnen und Betrüger etwas davon, denn nur sie haben früh genug in die Aktie investiert. Und sie werden ihre Anteile bald wieder verkaufen und Kasse machen. Dadurch stürzt der Kurs ab und alle anderen Anlegerinnen und Anleger verlieren viel Geld mit den plötzlich wieder wertlosen Aktien.

Scammer in sozialen Medien

Auch in der Werbung um neue Kundinnen und Kunden kannst du Hinweise darauf erhalten, ob ein Anbieter ein Scammer ist oder nicht. Eine Umfrage in Südafrika hat ergeben, dass über 50 Prozent der Opfer von Scammern über soziale Medien das erste Mal von diesen kontaktiert wurden. Am stärksten betroffen sind dabei Facebook und Instagram. Dabei werden Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer oft gezielt über gesponserte Inhalte, also Werbeanzeigen, von den Scammern angesprochen. Facebook unternimmt bisher wenig gegen das Problem, kassiert jedoch Werbeeinnahmen. Prüfe dir unbekannte Broker also am besten auch in den sozialen Medien darauf, wie seriös sie auftreten.

In sozialen Medien, auf YouTube und auf eigenen Blogs sind auch viele selbsternannte Finanzexpertinnen und -experten unterwegs, die dir teure Seminare oder Bücher verkaufen wollen. Sie versprechen dir eine sichere Anlage mit hohen Gewinnchancen und machen dir mit dem Horrorszenario Angst, du könntest bald dein Erspartes verlieren. Schau also genau hin, bevor du den vermeintlichen Finanzgurus vertraust.

Übrigens: In unserem Depotkonto-Vergleich listen wir selbstverständlich nur seriöse und in Deutschland registrierte Broker.

Saskia ist promovierte Germanistin und arbeitet seit 2017 im Finanzbereich. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich Wertpapierdepot sowie bei Unfall- und Sterbegeldversicherung.
Stilisierte Sprechblasen in Schwarzweiß Diskussionsforum
  • Sehr geehrte Frau Saskia Gall,
    habe gerade einen langen Kommentar geschrieben. Thema: „Smartbitrage und David Wahlberg“
    Da ich vor dem Abschicken des Kommentars noch die Kommentarrichtlinien lesen wollte, kreuzte ich den Button „Kommentarrichtlinien an.Als ich zurückschaltete, um den Kommentar abzuschicken, war der ganz Kommentar gelöscht. Pesch gehabt oder gibt es noch eine Möglichkeit, den Text wiederzufinden?
    Zur Info: Geld Investiert, Zugang zum Depot gesperrt, keine Internetadresse (www.arbitrage.com), kein Ansprechpartner mehr telefonisch erreichbar.
    Wie kann man die Finanz-Kriminellen dingfest machen?
    Beste Grüße
    Moritz41

    • Hallo Moritz!

      Tut uns leid, der Kommentar ist futsch. Wir haben keine Möglichkeit, ihn wiederherzustellen.
      Arbitrage A.I. Technologies PLC bzw. David Wahlberg Finanzpool steht bereits auf unserer Verdachtsliste potentieller Scammer. Tipps und alle wichtigen Links, wie du gegen diese Betrügereien vorgehen solltest, findest du in unserem Ratgeber Hilfe für Betrugsopfer. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du Anzeige bei der Polizei erstattest. Zusätzlich könntest du dem Unternehmen schriftlich ein Ultimatum stellen, bis zu dem sie dir dein Geld zurückerstatten sollen, und einen Anwalt einschalten.

      Viel Erfolg!
      Saskia (Redaktion)

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    Zahlt nicht aus. Fakesoftware und Begleitung via Anydesk Remotesoftware. Bankdaten, Passwörter etc erbeutet.
    Geld weg. Strafanzeige erstattet.

  • Auch ich bin summitrade.co aufgesessen, und bekomme mein eingezahltes Geld 47.000 Euro nicht zurück! Es ist alles nur Lug und Betrug!
    Hier muss Interpol tätig werden!

  • Summitrade.co gleich Summi Investment Group OÜ ist eine Online-Cyber Plattform. Es fehlt das Impressum und die Anschrift sowie der oder die Geschäftsführung.
    Die BaFin warnte zuletzt am 03.11.2020
    Die BaFin statt zu warnen zusätzlich noch als Betrug schreiben.

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