Partnerkarte für Familie und Freunde

Eine Kreditkarte mit Partnerkarte kann im Alltag sehr praktisch sein, sei es beim gemeinsamen Konto oder für einen Familienangehörigen, der keine eigene Kreditkarte erhält. Die Konditionen für die Partnerkarte sind meist die gleichen wie die der Hauptkarte. Eine Sache kann sich jedoch unterscheiden: Nicht immer ist eine Partnerkarte kostenlos.

Für wen gibt es die Partnerkarte?

Wer eine Kreditkarte beantragt, hat oft die Möglichkeit, zusätzlich eine Partnerkarte zu erhalten. Diese Zweitkarte kann zum Beispiel dein Ehepartner oder deine Lebensgefährtin erhalten. Aber natürlich kannst du auch deinen Kindern oder Freunden die Zweitkarte geben. Als Kreditkarteninhaber kannst du für jede Person deiner Wahl eine Zusatzkarte beantragen. Ob nur eine oder mehrere Partnerkarten vergeben werden, hängt vom jeweiligen Geldinstitut ab. Wer aber die Partner-Kreditkarte an minderjährige Kinder weitergeben möchte, sollte sich vorab bei seinem Kreditinstitut informieren. Denn nicht alle Banken vergeben Partnerkarten an unter 18-Jährige.

Kreditkartenbesitzer haftet für beide Karten

Der Besitzer der Partnerkarte verfügt mit dieser über fast alle Vorteile der regulären Kreditkarte. Das bedeutet, er hat die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie der Hauptkartenbesitzer und kann seine Partnerkarte unabhängig nutzen. Allerdings werden die Umsätze, die er mit der Zweitkarte macht, vom Kreditkartenkonto des Hauptkarteninhabers abgebucht. Als Kontoeigentümer haftest du also für beide Karten. Dementsprechend umsichtig solltest du die Partnerkarte vergeben.

Unterschied zum Gemeinschaftskonto:

Im Gegensatz zur Partnerkarte unterscheiden sich Gemeinschaftskonten dahingehend, dass es zwei vollwertige Kontoinhaber gibt und beide offiziell als Besitzer eingetragen sind. Beide erhalten dann auch vollen Zugriff auf das Konto und die dazugehörige Kreditkarte. Meist sind die Umsätze separat geführt. Somit können auch beide unabhängig voneinander haftbar gemacht werden.

Partnerkarte unkompliziert beantragen

Eine Kreditkarte mit Partnerkarte zu beantragen, ist einfach. Auch dann, wenn du selbst eine neue Kreditkarte beantragst. Im Antragsprozess kannst in den meisten Fällen direkt mit angeben, ob du eine Partnerkarte möchtest. Es genügt, dass du als Kontobesitzer eine ausreichende Bonität hast. Die Bonität des Partners wird nicht geprüft, da dieser nicht haftet. Der zukünftige Besitzer der Partnerkarte muss jedoch unter Umständen ein PostIdent-Verfahren durchführen.

Die Kreditkarte und die Partnerkarte erhälst dann im Normalfall du als Hauptkontobesitzer. Anschließend kannst du sie an den künftigen Nutzer weitergeben. Hast du bereits eine Kreditkarte und möchtest eine Partnerkarte beantragen, ist es ratsam, den Kundenservice zu kontaktieren.

Konditionen der Partnerkarte

Mit der Partnerkarte erhalten Ehepartner, Lebensgefährten, Kinder oder Freunde eine eigene Karte, die viele Vorteile bietet:

  • Vollwertige Kreditkarte, die nicht auf deinen Namen, sondern auf den des Nutzers läuft
  • Geringere Gebühren als bei der dazugehörenden Hauptkarte
  • Besonders praktisch für Eltern: Umsätze der Karte fürs Kind werden von einem Konto abgebucht, aber getrennt aufgeführt
  • In vielen Fällen auch für Minderjährige oder Personen mit negativem SCHUFA-Score erhältlich

Ist die Kreditkarte schon von Haus aus kostenlos, fällt im Allgemeinen auch bei der Partner-Kreditkarte keine Jahresgebühr an. Dennoch ist die Partnerkarte eine vollwertige Kreditkarte mit eigener Kartennummer, die auf den Namen der gewählten Person läuft. Der Kreditrahmen verändert sich bei Beantragung und Nutzung einer Partnerkarte nicht. Die Umsätze beider Karten werden vom Konto des Hauptkarteninhabers abgebucht, sind aber meist auf der Kreditkartenabrechnung separat erfasst, sodass eine Trennung der Ausgaben problemlos möglich ist.

Ein weiterer Vorteil der Partner Kreditkarte kann sein, dass auch Personen mit negativer Schufa durch sie eine Kreditkarte erhalten können. Du musst dir in diesem Fall allerdings darüber im Klaren sein, dass du für beide Karten voll haftet. Sollte es zum Streitfall kommen, könntest du etwaige Schulden natürlich einklagen. Doch wenn der Besitzer der Partnerkarte nicht zahlungsfähig ist, bleibst du auf den Schulden sitzen.

Einschränkungen der Zusatzkarte

Wenn du eine Partnerkarte beantragst, darfst du das nicht mit einem Kreditkarten-Doppel, das manche Banken anbieten, verwechseln. Denn dabei vergibt der Anbieter zwei Kreditkarten, zum Beispiel eine Mastercard und eine Visa, die aber nur auf eine Person ausgestellt sind und entsprechend auch nur von dieser genutzt werden dürfen. Bei Debit oder Prepaid Kreditkarten dagegen ist es grundsätzlich selten der Fall, dass dazu Partnerkarten vergeben werden.

Saskia arbeitet seit 2017 im Finanzbereich und hat dort auch ihr Volontariat absolviert. Ihre Schwerpunkte liegen vor allem bei den Themen Wertpapierdepot sowie Unfall- und Sterbegeldversicherung.
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