Negativzinsen vermeiden: Mit diesen 3 Tipps umgehst du Strafzinsen

Weit mehr als 400 Banken und Sparkassen erheben inzwischen Negativzinsen. Davon sind längst nicht mehr nur besonders solvente Kundeninnen und Kunden betroffen, sondern immer häufiger auch Sparerinnen und Sparer mit kleinerem Budget. Einige Banken und Sparkassen langen bereits ab dem ersten Euro zu. Doch du bist nicht machtlos: Diese drei Tipps helfen dir, die Strafzinsen zu umgehen.

1. Vergleichen

Nicht alle Banken und Sparkassen verlangen ein Verwahrentgelt. Schaue dir das Preis- und Leistungsverzeichnis verschiedener Banken an oder nutze dazu unsere Übersicht. Wenn die Banken Negativzinsen erheben, liegt die Höhe in der Regel bei 0,5 Prozent. Unterschiede gibt es jedoch bei den Freibeträgen: Einige Banken verlangen erst ab einer Anlagesumme von 100.000 Euro Strafzinsen, bei anderen Geldhäusern beträgt der Freibetrag nur 50.000 Euro oder 25.000 Euro. Besonders rigorose Banken und Sparkassen erheben Negativzinsen schon ab einem Euro Sparvermögen.

2. Verteilen

Entweder wechselst du mit deinem Girokonto zu einem Anbieter, der kein Verwahrentgelt verlangt, oder du bleibst bei deinem Anbieter und eröffnest ein Zweitkonto bei einem anderen. Die Freibeträge geben dir die Möglichkeit, dein Geld auf verschiedene Konten zu verteilen. Verteilst du etwa 80.000 Euro gleichmäßig auf zwei Konten bei unterschiedlichen Anbietern mit einem Freibetrag von jeweils 50.000 Euro, wirst du keine Negativzinsen zahlen müssen. Du solltest allerdings darauf achten, dass das zweite Konto ein bedingungslos kostenloses Girokonto ist, bei dem keine Kontoführungsgebühren anfallen – diese findest du in unserem Girokonten-Vergleich.

3. Investieren

Negativzinsen erheben die Banken auf Guthaben, welches du auf Girokonten oder Tagesgeldkonten geparkt hast. Ohnehin verliert dein Erspartes durch Inflation und Niedrigzins dort mit der Zeit an Wert. Daher solltest du einen Teil deines Ersparten langfristig investieren – etwa über ein Depotkonto in Wertpapiere. Weitere Infos findest du in unserem Ratgeber:

Redakteur aus Leidenschaft. ETFs, Online-Banking oder Sterbegeldversicherung: Komplexe Themen hinterfragt Tim so lange, bis er sie verstanden hat – und schreibt dann einen Service-Artikel.
Stilisierte Sprechblasen in Schwarzweiß Diskussionsforum
    • Hallo,

      natürlich könnte man sein Geld auch bar aufbewahren, jedoch wird es durch die Inflation weniger. Ein Rechenbeispiel: Angenommen, du hast im Jahr 1990 den Wert von 10.000 Euro (damals natürlich in D-Mark) unter dein Kopfkissen gelegt, dann müsstest du bis heute durch die Inflation einen Wertverlust von 72,7 Prozent hinnehmen. Mehr dazu kannst du in unsere News „Die Inflation frisst unser Erspartes: So kannst du dich schützen“ nachlesen.

      Viele Grüße
      Jasmin (Redaktion)

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